Champs-Élysées

Avenue des Champs-Élysées

Champs-Élysées Paris
Avenue des Champs-Élysées bedeutet: Allee der Elysischen Felder ( © Paris Tourist Office - Photographer : Jacques Lebar )

Die Champs-Élysées, auch als Avenue des Champs-Élysées bekannt, bilden die berühmte Prachtstraße der französischen Metropole Paris. Sie verläuft von der Place de la Concorde bis zur Place Charles de Gaulle.

Deutsch übersetzt bedeutet Champs-Élysées „Allee der elysischen Felder“. Die Prachtstraße der französischen Hauptstadt befindet sich im 8. Arrondissement.

Die Champs-Élysées stiegen im 18. Jahrhundert zur prächtigen Einkaufsmeile der Pariser auf und wurden seither immer wieder ausgebaut. So findet der Besucher dort zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten und kann in den vielen Geschäften bummeln gehen.

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Verlauf der Champs-Élysées

Bei den Champs-Élysées handelt es sich um eine mehrspurige Straße, die eine Breite von 70 Metern erreicht. Auf beiden Seiten wird sie von Bäumen und Parks umgeben. Sie erreicht eine Länge von rund zwei Kilometern und stellt dabei eine Verbindung zwischen dem Place de la Concorde mit seinen sehenswerten Obelisken und den benachbarten Tuilerien sowie dem Place Charles de Gaulle dar, an dem sich der berühmte Triumphbogen befindet.

Auf diese Weise wird von den Champs-Élysées der wichtigste Abschnitt der Axe historique gebildet. Vom Arc de Triomphe hindurch durch die Zentralallee der Tuilerien erhält der Besucher dort einen Ausblick bis hin zum Louvre.

Keine Flaniermeile in Paris ist so beliebt wie die Champs-Élysées, bei der es sich allerdings auch um eine der kostspieligsten Einkaufsstraßen der Welt handelt. So gibt es dort nicht nur teure Einkaufsläden, sondern auch exquisite Restaurants, Cafés und Revuetheater, die auf zahlungskräftige Besucher warten.

Die Gehwege der Champs-Élysées punkten mit ihrer Breite und auf beiden Seiten sind prächtige Bauten und Parkanlagen vorhanden.

Nächste Metrostationen

Erreichbar sind die Champs-Élysées nicht nur mit dem Auto, sondern auch via Métro. Unter der Avenue befinden sich die Stationen Champs-Élysées – Clemenceau mit den Linien 1 und 3, Charles de Gaulle – Étoile mit den Linien 1, 2, 6 sowie RER A, Concorde mit den Linien 1, 8 und 12, George V mit der Linie 1 sowie Franklin D. Roosevelt mit den Linien 1 und 9.

Die Vorzüge der Champs-Élysées

Die Champs-Élysées sind bei einem Parisbesuch unbedingt einen Abstecher wert. So versprüht die Avenue einen besonderen Glanz, der nicht nur von teuren Einkaufswaren ausgeht, sondern auch von ihrer besonderen Architektur und dem Genuss der französischen Kultur.

Unmittelbar nach dem Anfangsabschnitt der Champs-Élysées an der Place de la Concorde befinden sich die Gartenanlagen. Von dort aus ist der Sprung zu Kunst und Politik nicht weit. So sind auf der linken Seite sowohl der Grand Palais als auch der Petit Palais anzutreffen, die über phantastische Kunstausstellungen verfügen. Auf der rechten Seite der Avenue ist der Garten des Élysée-Palastes angesiedelt. Dort liegt außerdem der Sitz des französischen Staatspräsidenten.

Eines der populärsten Revuetheater der Welt, nämlich das Lido, ist ebenfalls an den Champs-Élysées anzutreffen. Dort werden spektakuläre und prominent besetzte Shows abgehalten. Zu den bekanntesten Gästen des Lido zählten u. a. Édith Piaf, Josephine Baker, Stan Laurel & Oliver Hardy, Tom Jones sowie Elton John.

Eine besondere Atmosphäre an den Champs-Élysées entsteht jedes Jahr zur Weihnachtszeit. Dann erstrahlt die Prachtstraße in glanzvollem Licht unzähliger Lichterketten.

Einkaufsparadies Champs-Élysées

Die Avenue des Champs-Élysées gilt nicht umsonst als Einkaufsparadies. So reihen sich dort die Geschäfte der bekannten Luxusmarken aneinander. Die Besucher erwartet dort ein Angebot an Kleidung, Parfums und unterschiedlichen Luxusartikeln.

Zu den traditionellen Einrichtungen gehört das Parfumhaus Maison Guerlain, das hier seinen Sitz seit 1913 innehat. Aber auch Louis Vuitton, die Flagship Stores von Disney Store, Adidas, Peugeot, Mercedes-Benz und Nespresso sowie das Restaurant Fouquet's sind auf den Champs-Élysées vertreten.

Weil die Mietpreise an der Prachtstraße jedoch überaus üppig ausfallen, können es sich nicht viele Leute leisten, direkt dort zu wohnen. So nutzen vorwiegend Geschäfte und Büros die örtlichen Räumlichkeiten.

Entstehung der Avenue Champs-Élysées

Vor der Entstehung der Avenue des Champs-Élysées befanden sich auf der anderen Seite des Tuilerienpalasts nur Gärten und Felder. Königin Maria von Medici (1575-1642) ließ ab 1616 im Südabschnitt dieses Terrains das Nordufer der Seine mit einer Promenade mit Baumreihen bepflanzen.

Maßgeblich verantwortlich für die eindrucksvolle Anlage der Champs-Élysées sowie die Tuilerien war André Le Nôtre (1613-1700), der oberste Gartenarchitekt von König Ludwig XIV. (1638-1715). Von ihm wurde auf Anregung des Ministers Jean-Baptiste Colbert (1619-1683) 1667 eine weitere Promenade errichtet, die parallel zur ersten Promenade verlief. Der Grand-Cours bildete eine Schauachse, die in die westliche Richtung führte und den Ursprung der Champs-Élysées bildete. Dabei wurden auch die angrenzenden Parkanlagen eingerichtet.

Ab dem 18. Jahrhundert

Im Jahr 1724 erfolgte eine Verbindung zwischen der Gartenachse des Tuilerienpalasts mit der Promenade, die bis zur Place de l´Étoile verlief, die heute als Place Charles de Gaulle bekannt ist. 1739 trennte noch ein Streifen mit Feldern und Wegen den Tuileriengarten von der Avenue des Tuileries.

Bei den Elysischen Feldern handelte es sich um einen offenen Platz in den Tuilerien, der ringsherum mit Bäumen bepflanzt wurde. Der Louvre weiter östlich zählte seinerzeit noch nicht zum Straßenteil, sondern war von anderen Gebäuden umringt. In Richtung Westen verlief die Champs-Élysées zur neu errichteten Place du Pont Tournant. Sie ist heute unter der Bezeichnung Place de la Concorde bekannt.

Zum Ende des 18. Jahrhunderts gewannen die Champs-Élysées in Paris stark an Beliebtheit. Aus den Baumgruppen entstanden Lichtungen in Form von Rechtecken. Die Gebäudegärten grenzten außerdem an den Park. Beim größten Gebäude an den Champs-Élysées handelte es sich um den 1722 erbauten Élysée-Palast.

Ab dem 19. Jahrhundert

Während der Regierung von Kaiser Napoleon I. (1769-1821) entstand die Straße von Rond-Point in Richtung Place de l´Etoile. In der Gegenwart treffen dort zwölf Straßen aufeinander. Napoleon plante durch seine Städtebauprojekte Paris sowohl zu modernisieren als auch zu verschönern.

In den Besitz der Stadt Paris kam die Avenue aber erst im Jahr 1828. Im Anschluss daran konnten dort Brunnen, Fußwege sowie eine Straßenbeleuchtung, die mit Gas betrieben wurde, errichtet werden.

Ende des 19. Jahrhunderts avancierten die Champs-Élysées zur Einkaufs- und Prachtstraße der französischen Hauptstadt, die in erster Linie von der Aristokratie sowie dem Großbürgertum genutzt wurde.

Einen ersten Höhepunkt erlebte die Avenue des Champs-Élysées im Jahr 1900 im Rahmen der Weltausstellung.

Im Laufe der Jahre kam es immer wieder zu baulichen Veränderungen. So wurden zum Beispiel 1993 die Fußwege verbreitert.

Die Avenue des Champs-Élysées in der Gegenwart

In der heutigen Zeit sind die Champs-Élysées immer wieder Schauplatz öffentlicher Veranstaltungen. So wird dort jedes Jahr am 14. Juli die große Parade zum Nationalfeiertag abgehalten. Im Rahmen der imposanten Militärparade hält der Staatspräsident dort den Jahrestag der französischen Revolution ab.

Seit 1975 sind die Champs-Élysées auch der Endpunkt des berühmten Radrennens Tour de France, wo die Bewohner von Paris die ankommenden Radsportler willkommen heißen.

Darüber hinaus werden auf der Flanierstraße immer wieder besondere Ereignisse gefeiert, wie zum Beispiel der Gewinn der Fußball-WM 1998 in Frankreich durch die Équipe Tricolore.

Reiseinfos
Adresse

Avenue des Champs-Élysées
75008 Paris
Frankreich

Sehenswürdigkeiten