Montparnasse-Turm

Tour Montparnasse

Tour Montparnasse Paris
Der Montparnasse-Turm ist nach dem Eiffelturm das höchste Bauwerk von Paris ( Rrrainbow / Shutterstock.com )

Der Eiffelturm ist für seine unglaubliche Aussicht über ganz Paris bekannt und beliebt. Doch wenn es dir dort zu voll ist oder wenn du Paris einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchtest, bietet sich der Tour Montparnasse an.

Tour Montparnasse: die spektakuläre Konkurrenz für den Eiffelturm

Im 56. Stock befindet sich eine Aussichtsetage, die dir einen faszinierend schönen Überblick über die ganze Stadt bietet.

Von hier aus kannst du in jede Richtung schauen und die wichtigsten Attraktionen der „Stadt der Liebe“ bewundern.

Was also musst du rund um den Montparnasse-Turm wissen?

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Ein auffallender Turm im Studentenviertel

Früher war Montparnasse so etwas wie das Szeneviertel der Studenten im südlichen Teil von Paris, es gehört zum 15. Arrondissement.

Ein wenig von diesem früheren Ambiente ist bis heute geblieben.

In der direkten Umgebung befinden sich einige kleine Lokale oder Cafés, in denen es leckere Crêpes zu essen gibt.

Insider behaupten, dass es hier sogar die besten dünnen Pfannkuchen in der ganzen Stadt gibt.

In der nahen Rue de la Gaité reiht sich eine kleine Bar an die nächste, hier kannst du am Abend gut mit Freunden einkehren.

Auch die beliebte Rue Rennes mit ihren vielen Geschäften beginnt direkt am Fuß des Turms, so dass du einen Besuch mit einem kleinen Einkaufsbummel kombinieren kannst.

Die genaue Adresse des Turms ist 33 Avenue du Maine, 75015 Paris.

Die Métrostation trägt den passenden Namen „Montparnasse-Bienvenüe“, sie wird von den Linien 4 und 6, 12 und 13 angefahren.

Eine Reihe von Buslinien fährt den Turm ebenfalls an, so zum Beispiel die Linien 28, 82, 91 und 96.

In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der große Bahnhof Montparnasse, er ist einer der Fernbahnhöfe der Stadt.

In wenigen Sekunden zur Traumaussicht

In knapp 40 Sekunden bringt dich der Aufzug in den 56. Stock. Der Montparnasse-Turm ist auch für einen der schnellsten Aufzüge auf der ganzen Welt bekannt.

In rund 196 Metern Höhe genießt du die Aussicht in einem sehr angenehmen und entspannten Umfeld. Von hier aus siehst du alles, was in Paris sehenswert ist.

Hast du den Weg mit dem Aufzug geschafft, erstrecken sich vor dir zum Beispiel der Eiffelturm, Sacré-Cœur, der Triumphbogen, der Louvre und der Invalidendom.

Wenn du Paris noch näher kennenlernen willst, gehst du am besten in das Observatorium, das sich ebenfalls im 56. Stockwerk befindet.

Hier findest du eine Vielzahl von interaktiven oder audiovisuellen Möglichkeiten, die Stadt in ihrer ganzen Schönheit zu erleben.

Ausstellungen, Videos, Fototafeln oder Animationen in Multimedia zeigen dir Paris, wie du es vielleicht noch nie gesehen hast und wie du es bei einem Stadtrundgang wohl kaum erleben wirst.

Bei schöner Sicht kannst du von der Plattform aus übrigens rund 40 Kilometer weit sehen!

Im 59. Stockwerk befindet sich eine weitere Aussichtsplattform, die erst vor wenigen Jahren modernisiert wurde.

Diese Etage ist vom 56. Stock aus zu Fuß leicht zu erreichen, von hier aus hast du den Eiffelturm praktisch auf Augenhöhe vor dir.

Ein umstrittenes Meisterwerk französischer Architektur

Der Montparnasse-Turm ist allerdings nicht nur aufgrund seiner spektakulären Aussicht beliebt.

Das Gebäude gilt bis heute als ein Meisterwerk der modernen französischen Baukunst, es wird in der Öffentlichkeit einerseits geliebt, andererseits aber auch immer wieder heftig kritisiert.

Bei genauem Hinsehen fällt die rechteckige und etwas konvexe Form auf. Gebaut in der Zeit von 1969 bis 1973 durch den Franzosen Roger Saubot, wird der Turm in Fachkreisen eher ein wenig umstritten beurteilt.

Der Grund dafür ist bei genauem Hinsehen leicht zu verstehen: Er sticht optisch aus dem bekannten und beliebten Stadtbild von Paris heraus.

Er weckt ein wenig die Erinnerung an einen schwarzen Monolith, wie er in einem futuristischen Roman mit dem Namen „2001 – Odyssee im Weltraum“ von Arthur Clarke zu sehen ist.

Aufgrund seiner Kubatur und der glänzend schwarzen Fassade allein hätte es der Turm allerdings vermutlich nicht zu seinem Ruhm gebracht. Es ist immer wieder die enorme Höhe von 59 Etagen, die ihn so besonders macht.

Rund 5.000 Menschen sollen in dem als Bürogebäude genutzten Turm übrigens einen Arbeitsplatz haben.

Errichtet ist das Gebäude auf dem Gelände des alten Bahnhofs von Montparnasse, er wurde im Jahr 1965 abgerissen.

Noch bis 2011 war der Turm das höchste Gebäude in ganz Frankreich, dann allerdings wurde das Hochhaus Tour First nahe von La Défense gebaut, das noch etwas höher ist.

Ein Blick in die historische Stadtentwicklung zeigt, warum der Turm zu Beginn der 1970er-Jahre gebaut werden musste.

Bereits in den 1930er-Jahren gab es Pläne für den Bau eines neuen Bahnhofs Montparnasse. Das Bahnhofsviertel ähnelte damals vielen Vierteln in ganz Europa, es wirkte heruntergekommen und war wenig ansprechend.

Erst in den 1950er-Jahren hat man die Pläne für den Abriss und den Wiederaufbau erneut aufgenommen, zum damaligen Zeitpunkt wurde ein neuer Generalverkehrsplan für die ganze Stadt entwickelt.

Als im Jahr 1958 die ersten Studien für den neuen Turm bekannt wurden, stießen sie auf enorme Kritik.

Die zum Teil heftig und polemisch geführte Diskussion verzögerte den Bau, so dass die Baubewilligung erst im Jahr 1968 erteilt wurde.

Dann allerdings gingen die Dinge ihren Gang, so dass 1969 endlich mit dem Bau begonnen wurde.

An der andauernden Kritik änderte sich allerdings wenig, sie hält sich im Prinzip bis heute.

Während etablierte Architekten und Baukritiker den Turm gerne als eine der größten Dummheiten im europäischen Städtebau des 20. Jahrhunderts bezeichnen, wurde er im Internet auf der Liste der hässlichsten Gebäude weltweit sogar auf einen wenig rühmlichen zweiten Platz gewählt.

Auch lange nach der Fertigstellung des Baus kommt der Montparnasse-Turm nicht aus den Schlagzeilen heraus. Im Jahr 2005 wurde festgestellt, dass das Gebäude mit Asbest verseucht ist, so dass eine umfassende Sanierung der Büros unvermeidbar wurde.

La Tour Montparnasse - zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert

Natürlich kannst du die Aussicht vom Turm aus am Tag erleben. Allerdings ist die Plattform bis in den späten Abend hinein geöffnet.

Im Winter ist bis zum 22.30 Uhr geöffnet, im Sommer sogar bis um 23.30 Uhr.

Wer möchte, lässt den Abend in der Champagnerbar ausklingen, sie hat das ganze Jahr über geöffnet und ist am Abend der Treffpunkt für alle, die das beleuchtete Paris in seiner ganzen Pracht aus dieser Perspektive erleben wollen.

Im Winter kannst du dich an der kleinen Bar auch mit warmen Getränken versorgen.

Mit einem Glühwein oder einer heißen Schokolade gestärkt, wagst du dich dann vielleicht auf die Eisbahn, die gleich neben der Bar liegt.

Natürlich kannst du auch eine kleine Mahlzeit zu dir nehmen, oder du besuchst das Restaurant Le Ciel de Paris.

Hier gibt es zum Beispiel ein 3-Gänge-Menü, und während du dir die französischen Spezialitäten schmecken lässt, kannst du den Eiffelturm bei Nacht aus dieser Perspektive auf Augenhöhe bewundern.

Falls es dich im Winter nach Paris zieht, freust du dich vielleicht über die Schlittschuhbahn, die hier oben aufgebaut ist.

Sie wurde zum ersten Mal im Jahr 2017 eröffnet und erfreut sich seit diesem Zeitpunkt einer zunehmenden Beliebtheit bei ihren Besuchern.

In Höhe von 210 Metern ziehst du deine Runden und hast dabei einen spektakulären Ausblick auf Paris.

In Kombination mit der stimmungsvollen Beleuchtung erscheint die Stadt im Winter zur Weihnachtszeit noch ein wenig schöner.

Für alle, die auf den Kufen noch nicht ganz sicher stehen, ist wichtig zu wissen, dass die Bahn nicht aus echtem Eis besteht, sondern eher aus Kunsteis.

Dabei handelt es sich um Platten aus Kunststoff, die etwas mehr Halt bieten als Eis.

Gerade für Einsteiger oder für Kinder ist diese Bahn auf dem Montparnasse-Turm also sehr gut geeignet, um die ersten Versuche zu starten.

Wer sich nicht auf Schlittschuhe wagt, probiert vielleicht die beiden Curling-Bahnen aus, die sich ebenfalls in luftiger Höhe befinden.

Was den Tour Montparnasse so besonders macht

Obwohl der riesige Montparnasse-Turm bis heute umstritten ist, hat er eine Besonderheit, die ihn von vielen anderen Sehenswürdigkeiten in ganz Paris unterscheidet.

Aufgrund seiner Höhe ist er so etwas wie der direkte Konkurrent des Eiffelturms.

Kenner behaupten, dass die Wartezeiten für eine Fahrt auf die Aussichtsplattform erheblich geringer sein sollen als beim Eiffelturm.

Der Blick über Paris ist hingegen mit dem Eiffelturm absolut vergleichbar, er steht ihm in nichts nach.

Allein die Höhe von 210 Metern sorgt dafür, dass die Aussicht nach allen Seiten unbehindert ist.

Vor allem aber hat man von hier aus einen spektakulären Blick auf den Eiffelturm, er ist von keinem Ort der Stadt aus besser in seiner vollen Schönheit zu sehen.

Auf der anderen Seite der Plattform leuchtet ebenso beeindruckend der Hügel von Montmartre mit der Basilika von Sacré-Cœur.

Schon eine einzige Fahrt auf die Plattform genügt also, um die schönsten Attraktionen der Millionenmetropole auf einen Blick zu sehen.

Was man zur Renovierung wissen muss

Bis zum Jahr 2024 soll der Tour Montparnasse umfassend renoviert und umgebaut werden.

Die Fassade soll erneuert werden, sie soll viel heller gestaltet werden.

Auch eine Aufstockung um rund 18 Meter ist geplant, ein gläserner Garten mit dem beeindruckenden Namen „Skygarden“ soll angebaut werden.

Damit hätte der Turm nach der Fertigstellung eine Höhe von knapp 230 Metern.

Die unteren Etagen sollen bis zum 13. Stock um rund zwei Meter breiter werden, so dass grüne Balkone oder Wintergärten vorgebaut werden.

Mit über 300 Millionen Euro Baukosten handelt es sich um ein umfangreiches Umbauvorhaben, das erheblich zur Verschönerung des Turms beiträgt.

Ganz nebenbei sollen über 850 Quadratmeter mit Photovoltaik-Paneelen aufgebracht werden, um den riesigen Turm auch in Sachen Energieeffizienz zu modernisieren.

Reiseinfos
Adresse

Tour Montparnasse
33 Avenue du Maine
75015 Paris
Frankreich

48.842187, 2.321955

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