Eiffelturm

Tour Eiffel

Eiffelturm
Der Eiffelturm ist das Wahrzeichen von Paris ( © Sergii Figurnyi - Fotolia.com )

Der Eiffelturm gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Paris. Er erreicht eine Höhe von 324 Metern.

Der Eiffelturm – La Tour Eiffel

Beim Eiffelturm (Tour Eiffel) handelt es sich um ein imposantes Bauwerk, das nicht nur zu den bekanntesten Wahrzeichen Frankreichs, sondern sogar der ganzen Welt gehört. Erbaut wurde der Eisenfachwerkturm zwischen 1887 und 1889 am Nordwestende des Marsfeldes (Champ de Mars) in Seinenähe.

Angesiedelt ist der Turm im 7. Stadtbezirk (Arrondissement) der französischen Hauptstadt Paris. Seinen Namen verdankt der Eiffelturm seinem Erbauer, dem französischen Ingenieur Gustave Eiffel (1832-1923).

Die nächsten Metrostationen in Nähe des Eiffelturms sind der Hochbahnhof Bir-Hakeim, der zur Linie 6 der Pariser Métro gehört, sowie die U-Bahnstation École Militaire der Linie 8.

Tickets & Touren

Was macht den Eiffelturm so besonders?

Der Eiffelturm stellt das höchste Bauwerk von Paris dar und übt eine prägende Präsenz auf die Metropole aus. Dabei gehört der Turm zu den beliebtesten Wahrzeichen der Welt. So wird er Jahr für Jahr von ca. sieben Millionen Menschen besucht.

Darüber hinaus bildet er ein bedeutendes Markenzeichen der Architektur und fand zahlreiche Nachahmungsbauten. In Kunst und Kultur erhält der Eiffelturm immer wieder Aufmerksamkeit. Die Franzosen betrachten ihn als Nationalsymbol. Seit 1964 steht der Eiffelturm unter Denkmalschutz. Von der American Society of Civil Engineers wurde das Pariser Wahrzeichen im Jahr 1986 zu einem „historischen Meilenstein der Ingenieursbaukunst“ erklärt.

Besucher des Eiffelturms erhalten von drei verschiedenen Aussichtsplattformen einen wunderbaren Ausblick auf Paris.

Technische Einzelheiten

Der Eiffelturm bringt es auf ein Totalgewicht von 10.100 Tonnen und kommt auf eine Gesamthöhe von 324 Metern. Seine mehr als 18.000 Stahlteile halten rund 2,5 Millionen Nieten zusammen. Das Gewicht der Stahlkonstruktion beträgt 7.300 Tonnen.

Unterteilt wird der Eiffelturm in drei Etagen. Die erste Etage befindet sich auf einer Höhe von 57 Metern und weist eine Grundfläche von 4415 Quadratmetern auf. Die zweite Etage liegt auf einer Höhe von 115 Metern und erreicht eine Grundfläche von 1430 Quadratmetern. Auf 276 Metern Höhe ist die dritte Etage des Eiffelturms untergebracht. Sie bringt es auf eine Grundfläche von 250 Quadratmetern.

Bekannt ist der Eiffelturm auch für seine glanzvolle Beleuchtung, für die 336 Schweinwerfer verantwortlich sind. 20.000 Lampen sorgen für das glitzernde Licht, das zu jeder vollen Stunde nach Einbruch der Dunkelheit aufflammt. Pro Jahr beträgt der Energieverbrauch des Eiffelturms 7,7 Millionen Kilowatt, wovon 580.000 kWh nur für die Beleuchtung entfallen.

Ausgestattet ist der Eiffelturm mit fünf Aufzügen. An seiner Spitze befinden sich 120 Antennen. Ingesamt sind rund 600 Angestellte in dem berühmten Bauwerk beschäftigt.

Die Entstehung des Eiffelturms

Mit der zunehmenden Industrialisierung in Europa stieg auch die Absicht, hohe Bauwerke wie Türme zu errichten. Als sich 1889 der hundertste Jahrestag der Französischen Revolution näherte, wollte Frankreich der Welt zu diesem Anlass etwas Besonderes präsentieren. So wurde 1884 vom französischen Präsidenten beschlossen, in Paris eine Weltausstellung stattfinden zu lassen. Um dieses Ereignis gebührend zu würdigen, sollten spezielle Bauwerke in der französischen Hauptstadt entstehen. So träumten die Veranstalter davon, einen großen Turm in Höhe von bis zu 300 Meter zu erbauen, was es seinerzeit noch nicht gab.

Den Zuschlag für diesen Auftrag erhielt der Ingenieur Gustave Eiffel. Eiffel hatte sich mit seinem erfolgreichen Eisen-Stahl-Konstruktionsunternehmen einen Namen gemacht und zudem Anteil am Bau der berühmten Freiheitsstatue im amerikanischen New York zwischen 1875 und 1886.

Erfunden wurde der Eiffelturm aber nicht von Gustave Eiffel, sondern von zwei seiner Ingenieure. Dies waren Maurice Koechlin (1856-1946) und Émile Nouguier (1840-1897), die im Juni 1884 ihren ersten Entwurf vorlegten. Da Gustave Eiffel dem Konzept eines 300-Meter-Turms zunächst kritisch gegenüberstand, nahm er 1886 mit dem Architekten Stephen Sauvestre (1847-1919) eine Überarbeitung der Turmform vor und war dann mit der Planung einverstanden.

Nachdem Eiffel sich das Patent für das Projekt gesichert hatte, konnte er es mit großem politischen Geschick auch durchsetzen. Obwohl noch viele andere Beiträge angeboten wurden, erhielt Eiffels Projekt ohne Schwierigkeiten den Zuschlag. Darüber hinaus übernahm der Staat 20 Prozent der Baukosten, was seinerzeit 1,5 Millionen Franc entsprach.

Der Eiffelturm wird gebaut

Nächster Schritt des Eiffelturm-Projekts war das Berechnen der Belastungen des Bauwerks. Dabei stellte sich heraus, dass Zylinder aus Luft mit gleicher Grundfläche weniger Gewicht benötigten. Um starken Stürmen trotzen zu können, erhielt der Turm die bestmögliche Winddurchlässigkeit.

Für die Errichtung des Turms mussten 18.000 Bauteile einzeln gezeichnet und hergestellt werden. Eiffel hatte eine Bauzeit von zwei Jahren zur Verfügung, die er unbedingt einhalten wollte. Am 28. Januar 1887 wurden die Grabungsarbeiten für die Turmfundamente begonnen. Am 1. Juli 1887 startete die Errichtung der vier Turmfüße.

Um die vorgeschriebene Bauzeit einhalten zu können, gab Gustave Eiffel Acht auf Disziplin und Motivation seiner Arbeiter. So kamen stets nur begrenzte Arbeitstrupps zwischen 80 und 250 Personen zum Einsatz, die eine gute Bezahlung erhielten. Dadurch ließ sich der Bautrupp zusammenhalten. Obwohl einer der Arbeiter während der Bautätigkeiten tödlich verunglückte, blieben weitere schwere Unfälle aus, während bei Bauarbeiten in anderen Ländern, wie zum Beispiel an der schottischen Eisenbahnbrücke „Firth of Forth“, bis zu 50 Todesopfer zu beklagen waren.

Die Eröffnung zur Weltausstellung

Am 31. März 1889 konnte der Eiffelturm fristgerecht eröffnet werden. An diesem Tag bestieg Eiffel mit einer Delegation den damals noch 312 Meter hohen Turm und hisste die französische Fahne.

Zu Eiffels Überraschung sah er sich heftiger Kritik für den Bau des Turms ausgesetzt, die vor allem von der französischen Künstlerszene stammte. So wandten sich 300 Künstler und Intellektuelle gegen das ihrer Ansicht nach „monströse und nutzlose“ Bauwerk im Herzen von Paris. Doch Eiffel hielt eisern dagegen und betrachtete den Turm durchaus als harmonisch. Im Laufe der Zeit schlossen sich große Teile der Bevölkerung seiner Meinung an und begannen sich für den Eiffelturm zu begeistern. Infolgedessen wurde das umstrittene Bauwerk im Rahmen der Weltausstellung von über zwei Millionen Menschen besucht, die es erstiegen. Dadurch konnten die Kosten für den Turm, der damals das höchste Bauwerk der Welt war, schon nach kurzer Zeit wieder gedeckt werden.

Geplanter Abriss des Eiffelturms

Nach dem Ende der kommerziellen Nutzung des Eiffelturms während der Weltausstellung durch Gustave Eiffel wechselte das Bauwerk in den Besitz der Stadt Paris. Weil sich die Konzession des Turms nur auf 20 Jahre belief, sollte er anschließend wieder abgerissen werden. Doch dagegen traf Eiffel Vorsorge. So unternahm er in den folgenden Jahren von seinem Turm aus erste Funkversuche. Auf diese Weise avancierte der Eiffelturm durch die drahtlose Telegrafie zum höchsten Sendemast auf dem Erdball. Aber auch die französische Marine durfte den Turm als Zeitzeichensender nutzen.

Ab 1910/1911 waren Funkverbindungen zu Luftschiffen und Flugzeugen möglich. Ebenso erfolgte eine wissenschaftliche Nutzung des Eiffelturms, um Strahlungsenergie zu messen. Während des 1. Weltkrieges wurde der Turm für die Öffentlichkeit gesperrt, da er als militärisches Telekommunikationszentrum diente. Von einem Abriss des Eiffelturms war längst keine Rede mehr.

In den frühen 20er-Jahren wurde das Bauwerk auch zur Ausstrahlung von Radiosendungen genutzt. Ab 1925 schlossen sich Fernsehsignale an, womit der Eiffelturm zum ersten Fernseh- und Fernmeldeturm aufstieg. Bis 1953 war er sogar der weltweit höchste Turm dieser Art.

Der Eiffelturm als Tourismusattraktion

Nach dem 2. Weltkrieg gewann der Eiffelturm zunehmend Bedeutung für den Tourismus. Ohne einen einzigen Ruhetag kann er an allen 365 Tagen des Jahres besucht werden. Einschränkungen oder Schließungen sind mitunter durch starke Stürme möglich.

Besuchen lässt sich der Eiffelturm entweder per Aufzug oder zu Fuß über die Treppe. Von den Restaurants des Turms aus kann der Besucher die Umgebung von Paris bewundern. Bei optimalen Verhältnissen beträgt die Sichtweite bis zu 70 Kilometer.

Zu den besonderen Attraktionen des Eiffelturms zählt seine Lichtershow. So erstrahlt das Wahrzeichen von Paris Abend für Abend nach Einbruch der Dunkelheit bis 1 Uhr morgens zu jeder vollen Stunde jeweils für zehn Minuten in hellem Lichterglanz.

Kuriose Leistungen und Rekorde

Im Laufe der Zeit wurden am Eiffelturm die unterschiedlichsten sportlichen und artistischen Versuche unternommen. So umflog zum Beispiel im Jahr 1909 Graf Lambert den Turm erstmals erfolgreich mit dem Flugzeug. 1964 fand die Besteigung des Bauwerks an dessen Außenseite durch zwei Bergsteiger statt. Dieses Spektakel wurde sogar im Fernsehen übertragen.

Ein eher kurioses Ereignis war das Besteigen der ersten Plattform im Jahr 1948 durch einen Elefanten, der seinem Zirkus entlaufen war. 1983 konnten die Treppen des Eiffelturms sogar von Motocross-Motorrädern durchfahren werden. 1987 führte ein Neuseeländer den ersten Bungee-Sprung von Aussichtsplattform 2 durch.

1995 wurde ein neuer Rekord für die schnellste Besteigung des Eiffelturms aufgestellt. So schaffte es der Triathlet Yves Lossouarn in 8 Minuten und 51 Sekunden bis zur Spitze des Bauwerks zu gelangen.

Konzerte und andere Veranstaltungen

Der Eiffelturm gilt auch als beliebter Austragungsort für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte. So führten dort u. a. Édith Piaf, George Brassens und Charles Aznavour Darbietungen auf.

1997 hielt Papst Johannes Paul II. (1920-2005) eine Rede vor dem Eiffelturm auf dem Marsfeld vor rund 300.000 Pilgern.

Der Eiffelturm in Film und Fernsehen

Seine weltweite Bekanntheit verdankt der Eiffelturm auch seinen zahllosen Auftritten in Film und Fernsehen. So diente er immer wieder in Filmen, die in Paris spielten, als Erkennungsmerkmal für die französische Metropole.

Auch auf dem Eiffelturm selbst fanden immer wieder Spielhandlungen statt, wie zum Beispiel in dem 1985 entstandenen James-Bond-Thriller „Im Angesicht des Todes“, in dem Agent 007 vom Eiffelturm eine wilde Verfolgungsjagd quer durch Paris startet.

Weitere Filmklassiker, in denen der Eiffelturm auftaucht, sind u. a.: „Das große Rennen rund um die Welt“, „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“ oder „G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“.

Öffnungszeiten

1. Januar bis 14. Juni:

Aufzug: 9.30 bis 23.45 Uhr (Letzte Auffahrt 23 Uhr)
Zu Fuß: 9.30 bis 18.30 Uhr (Letzter Zugang 18 Uhr)

15. Juni bis 1. September:

Aufzug: 9.00 bis 0.45 Uhr (Letzte Auffahrt um Mitternacht)
Zu Fuß: 9.00 bis 0.45 Uhr (Letzter Zugang um Mitternacht)

2. September bis 31. Dezember:

Aufzug: 9.30 bis 23.45 Uhr (Letzte Auffahrt 23 Uhr)
Zu Fuß: 9.30 bis 18.30 Uhr (Letzter Zugang 18 Uhr)

» Ausführliche Informationen zu Tickets, Touren, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen für den Eiffelturm

Reiseinfos
Adresse

Tour Eiffel
Champ de Mars
5 Avenue Anatole France
75007 Paris
Frankreich

Sehenswürdigkeiten