Tuilerien-Garten

Jardin des Tuileries

Jardin des Tuileries Paris
Der Garten liegt zwischen der Place de la Concorde und dem Louvre ( © DW )

Der Jardin des Tuileries ist ein von André Le Nôtre geschaffenes Beispiel französischer Gartenarchitektur. Früher war der Tuilerien-Garten der Schlosspark. Der Jardin liegt im 1. Pariser Arrondissement, und zwar im Quartier Saint-Germain-l’Auxerrois. Von der Place de la Concorde bis zum Louvre erstreckt sich die Parkanlage am rechten Ufer der Seine. Die Métro-Stationen Tuileries und Concorde befinden sich in unmittelbarer Nähe. Zahlreiche Buslinien halten am Jardin des Tuileries.

Nicht nur die Pariser lieben ihren barocken Tuilerien-Garten

Gern wird der Jardin des Tuileries von den Touristen und auch den Parisern für Spaziergänge genutzt. Zu den kulturellen Attraktionen gehören die Statuen von Rodin, Giacometti und Maillol. Besonders gut lässt es sich an den beiden Wasserbecken entspannen.

Werke von Monet kann man im Musée de l’Orangerie bewundern. Führungen in französischer Sprache werden von März bis Dezember angeboten. Über Zirkusdarbietungen freuen sich Kinder und Erwachsene, die Fêtes des Tuileries finden von Juni bis August statt.

Tickets & Touren

Umgestaltungen des Jardin des Tuileries unter Heinrich IV. und Ludwig XIV.

Erstmals wurde der Jardin des Tuileries im Jahr 1564 urkundlich erwähnt. Den Garten legten unter der Leitung des Gartenbauarchitekten Bernard de Carnessequi die Gärtner Bastien Tarquin, Pierre Le Nostre und Pierre de Villers für die französische Königin Katharina von Medici im Stil der Renaissance an. Sechs Längsalleen mit Bergahorn, Fichten und Ulmen sowie acht Queralleen unterteilten eine Fläche von 15 Hektar. Auf den kleinen Flächen wuchsen Obstbäume und Küchenkräuter. Der Medici-Brunnen entstand 1567.

Heinrich IV. ließ 1594 eine erste Umgestaltung vornehmen. Die Baumgärten wurden erneuert, es wurden Maulbeerplantagen angelegt, und das Parterre wurde in der Form eines Hs dargestellt. 1605 entstand ein Laubengang; zur Bewässerung errichtete man an der Seine ein Pumpwerk.

Die nächste Umgestaltung erfolgte unter Ludwig XIV. Der Gartenbauarchitekt André Le Nôtre entwarf das Parterre neu. Dabei entstand in der Mitte der große Brunnen und an den Seiten zwei kleinere Brunnen. Der Mittelweg wurde verbreitert, die Kastanienallee entstand, und der Architekt schuf die hufeisenförmigen Rampen am Ende des Gartens, die zum großen achteckigen Becken hinaufführten. Unter François Mitterrand wurde der Jardin des Tuileries 1981 restauriert und erhielt wieder sein Aussehen aus dem 17. Jahrhundert.

Orangerie und Ballhaus 'Jeu de Paume'

Die Orangerie und das ehemalige Ballhaus 'Jeu de Paume', die beide in der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurden, blieben bei der Restaurierung erhalten. Im Musée de l’Orangerie werden Werke des Impressionismus, der École de Paris und des Spätimpressionismus ausgestellt.

Die Galerie nationale du Jeu de Paume im Ballhaus wird für Ausstellungen der zeitgenössischen Videokunst und Fotografie genutzt. Auch im Garten kannst du Kunstwerke bestaunen, beispielsweise die Skulptur 'Baum der Vokale' von Giuseppe Penone.

Reiseinfos
Adresse

Jardin des Tuileries
113 Rue de Rivoli
75001 Paris
Frankreich

Sehenswürdigkeiten