Institut du Monde Arabe

Institut du Monde Arabe

Arabisches Institut Paris
Das arabische Institut in Paris ( isaxar / Shutterstock.com )

Das Institut du Monde Arabe (IMA), deutsch: Institut der Arabischen Welt, im Pariser Quartier Latin soll Morgenland und Abendland kulturell miteinander bekanntmachen, nicht zuletzt mit Hilfe eines Museums über die orientalische Geschichte und Welt. Die nächstgelegenen Métro-Stationen sind: Cardinal Lemoine, Jussieu - Linien 7, 10.

IMA: der Sinn für den jeweils anderen

Eine Brücke zwischen Frankreich und der arabischen Welt: Unter diesem Motto könnte man die Grundidee des Institut du Monde Arabe in Paris zusammenfassen.

Neben einer kulturverbindenden Wirkung soll es den Austausch zwischen den Partnern in verschiedenen Bereichen in den Fokus nehmen und verbessern. Dazu gehört neben dem Kennenlernen der arabischen Sprache auch die Kenntnis ihrer Zivilisation, ihrer technischen und wissenschaftlichen Fähigkeiten sowie der arabischen Fortschrittsbemühungen.

Französische und arabische Traditionen treffen auf die Zukunft

Der Basisplan für das Institut du Monde Arabe entstand bereits 1980 unter Valéry Giscard d'Estaing. Ab 1987 realisierte ein Architektenteam unter Jean Nouvel in der Präsidentschaftszeit von François Mitterrand den Bau. Schon im Dezember des gleichen Jahres konnte er eröffnet werden.

Nachdem ab 2009 umfangreiche Umbaumaßnahmen vorgenommen wurden, begrüßt das Institut seit 2012 seine Besucher in den neuen Räumlichkeiten. Auf vier Etagen lassen sich mehr als 560 Artefakte besichtigen. Zu ihnen gehören Bronzekunst, Textilien, Keramiken, wissenschaftliche Gegenstände und Buchmalereien. Eine Bibliothek, ein Restaurant und ein Filmarchiv runden den Rundgang ab.

Echte Hingucker: die Architektur und der Blick über die Stadt

Zu den Besonderheiten, die schon von außen auf den ersten Blick auffallen, gehört die raffinierte Architektur des Instituts der Arabischen Welt. In ihr verbindet sich ein europäischer Architekturstil mit seinem arabisch-islamischen Pendant.

Gerade die circa 240 muscharabieh (mozarabischen Fenster) an der Südseite sind bemerkenswert: Sie bestehen aus 35.000 Metall-Ornamenten, welche sich wie Kamera-Blenden dem Lichteinfall anpassen und sich entsprechend öffnen oder schließen.

Darüber hinaus sind an weiteren Gebäudeteilen Bezüge zu anderen Bauwerken erkennbar. So ähnelt der Bücherturm an der Bibliothek dem Minarett in Samarra und die Säulenhalle an die Mezquita von Córdoba.

Und wenn man sich doch noch daran erinnern möchte, dass man sich in Paris befindet: Von der Nordfassade des Institut du Monde Arabe aus sieht man die Île-Saint-Louis und die Seine, die Südseite beeindruckt mit der Sicht auf das moderne Paris - und in der Mitte blick man direkt auf Notre Dame. Schöne Aussichten, oder?

Reiseinfos
Adresse

Institut du Monde Arabe
1 Rue des Fossés Saint-Bernard
75005 Paris
Frankreich

Webseite

www.imarabe.org

Sehenswürdigkeiten