10 berühmte Cafés in Paris

Paris ist nicht nur für seine exquisiten Restaurants und Bistros berühmt. Auch die Cafés der französischen Hauptstadt bieten viele kulinarische Genüsse und eine besondere Atmosphäre.
Berühmte Cafés Paris
Bei einem Kaffee in Paris entspannen ( © Ekaterina Pokrovsky - Fotolia.com )

Die Kaffeehaus-Kultur in Paris

Paris kann mit einer Kaffeehaus-Kultur aufwarten, die unter den großen Metropolen als einzigartig angesehen wird. So verfügt kaum eine andere europäische Stadt über ein so reichhaltiges Angebot an Cafés und Café-Restaurants. Nicht selten verkehren dort auch prominente Persönlichkeiten.

1. Café de Flore

Zu den bekanntesten Kaffeehäusern in der französischen Hauptstadt zählt das Café de Flore. Es ist im 6. Arrondissement im Künstlerviertel Saint-Germain-des-Prés zu finden. Dort liegt es zwischen dem Boulevard Saint-Germain 172 sowie der Rue Saint-Benoît.

Das Café de Flore existiert bereits seit 1887. Sein Name entstammt der römischen Göttin Flora, von der sich seinerzeit eine Skulptur auf der gegenüberliegenden Straßenseite befand.

Bekanntheit erlangte das Café durch den Schriftsteller Charles Maurras (1868-1952), der dort sein Buch „Au Signe de Flore“ schrieb.

Zudem verkehrten in dem Etablissement zahlreiche Intellektuelle, zu denen u. a. Jean-Paul Sartre (1905-1980) sowie Simone de Beauvoir (1908-1986) gehörten.

Auch der Modeschöpfer Karl Lagerfeld stattet dem Café de Flore häufig einen Besuch ab.

Eine Attraktion des Cafés ist die jährliche Vergabe des Literaturpreises „Prix de Flore“ an junge Autoren, die jeden November stattfindet.

2. Café de la Paix

Eines der ältesten Pariser Cafés, das noch erhalten ist, stellt das Café de la Paix dar, das im 9. Stadtbezirk an der Place de l'Opéra Nr. 5 liegt.

Dort befindet es sich im Erdgeschoss des InterContinental Paris Le Grand Hotel.

Vom Café aus kann der Besucher einen Blick auf den Boulevard des Capucines sowie die Pariser Oper werfen.

Beim Café de la Paix handelt es sich um eines der letzten Cafés aus dem 19. Jahrhundert, das noch erhalten ist. Erbaut wurde es im Jahr 1862 unter der Herrschaft von Kaiser Napoleon III., dessen Gemahlin Eugenie es eröffnete.

Zahlreiche Literaten, Politiker und Schauspieler gaben sich seither in dem berühmten Kaffeehaus die Ehre, das zu den letzten großen gastronomischen Klassikern der französischen Hauptstadt zählt.

Seit 1975 gilt es zudem als historisches Monument.

3. Les Deux Magots

Das Café Les Deux Magots zählt zu den Nachbarn des Café de Flore und gilt ebenso als Pariser Legende. Es befindet sich im Bezirk Saint-Germain-des-Prés an der Place Saint-Germain-des-Prés Nr. 6.

Die Bezeichnung Les Deux Magots bedeutet übersetzt „Die zwei Händler“. Gemeint sind damit zwei Sitzfiguren aus Holz, die als Schmuckstücke im Gastraum des Cafés zu bewundern sind. Sie stellen zwei chinesische Händler dar.

Die Gründung des Kaffeehauses fand 1885 statt. Zahlreiche Künstler wie Arthur Rimbaud, Paul Verlaine, André Breton sowie Simone de Beauvoir gaben sich dort die Ehre.

In der heutigen Zeit punktet das Café mit seinem traditionellen Flair. Häufig wird es von Stars nationaler oder internationaler Herkunft besucht.

Weil es sich bei dem Café Les Deux Magots um ein literarisches Etablissement handelt, findet dort jährlich im Januar mit dem „Prix des Deux Magots“ der Auftakt der Literaturpreis-Saison statt.

4. Café Procope

Als großes Kaffeehaus und zugleich ältestes noch existierendes Restaurant der Welt gilt das Café Procope, das auch als Le Procope bekannt ist.

Es befindet sich unmittelbar im Pariser Quartier Latin an der 13 Rue de l'Ancienne-Comédie. Mehr als 200 Jahre diente das Kaffeehaus als Treffpunkt für berühmte Literaten, Künstler, Wissenschaftler und Politiker.

Eröffnet wurde Le Procope 1686 von dem italienischen Adligen Francesco Procopio dei Coltelli (1651-1727). Damals war es das erste Kaffeehaus in der französischen Hauptstadt.

Zu den Attraktionen gehörte seinerzeit die in Paris noch unbekannte Eiscreme.

Im Laufe der Zeit avancierte das Café Procope zu einem der beliebtesten Treffpunkte der Gesellschaft.

Ab dem 19. Jahrhundert büßte das Procope seine Bedeutung als Literatencafé ein, sodass es zu einer Trinkhalle umgebaut wurde.

Heute dient es als Restaurant, in dem zahlreiche bekannte Spezialitäten zum Angebot gehören.

Die detaillierte Ausstattung der Räume bewahrt den Bezug zum 17. und 18. Jahrhundert.

5. Café Marly

Mit einer traumhaften Lage kann das Café Marly punkten. So befindet es sich direkt am Palais du Louvre unterhalb der Arkaden, nur einige Schritte vom Jardin des Tuileries sowie vom Carrousel entfernt.

Von der Terrasse des Cafés kann der Gast einen Blick auf die Glaspyramide des Louvre werfen.

Gastfreundlich und zugleich elegant präsentiert sich die Einrichtung im Stil von Kaiser Napoleon III., die von dem Designer Olivier Gagnère kreiert wurde.

Dabei erinnert das prachtvolle Dekor des Cafés daran, dass der Louvre einst als königliche Residenz diente.

Die Küche gilt als kreativ und schmackhaft. So kombiniert sie französische und internationale Geschmäcker miteinander.

6. Teesalon Angelina Rivoli

Beim Angelina handelt es sich um einen Teesalon, der über einhundert Jahre alt ist. Er liegt im 1. Stadtbezirk von Paris, dem Arrondissement Louvre, an der 226 Rue de Rivoli unter den Arkaden.

Der Name Angelina stammt von der Schwiegertochter des österreichischen Konditors Anton Rumpelmayer (1832-1914). Er diente als k. u. k. Hoflieferant in Frankreich, wo er als Antoine Rumpelmayer bekannt wurde.

Eingerichtet ist der Teesalon im Stile der Belle Époque.

Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Schokoladenspezialität „Mont-Blanc“.

7. Café des deux Moulins

Das Café des deux Moulins ist im Montmartre-Viertel von Paris zu finden. Übersetzt bedeutet die Bezeichnung „Café der zwei Windmühlen“.

Es liegt an der Kreuzung Rue Lepic und Rue Cauchois.

Benannt wurde das Kaffeehaus nach den beiden historischen Windmühlen Moulin de la Galette und Moulin Rouge.

Das Innere des Cafés setzt sich aus verschiedenen kleinen Tischen sowie einem Barbereich zusammen.

Berühmtheit erlangte das Café des deux Moulins durch den 2001 erschienenen erfolgreichen französischen Spielfilm „Die fabelhafte Welt der Amelie“. In diesem Film diente das Kaffeehaus als Arbeitsplatz für die Titelfigur. Seither ist es ein beliebter Treffpunkt für Touristen.

8. Café Charbon

Ein weiteres bekanntes Highlight der Pariser Café-Szene stellt das Café Charbon dar. Es liegt in der 109 Rue Oberkampf im 11. Stadtbezirk.

Seine Gründung fand im Jahr 1900 statt.

Da es bis 4 Uhr morgens seine Tore geöffnet hat, erfreut es sich besonders bei Nachtschwärmern großer Beliebtheit.

Zu den Merkmalen des Café Charbon gehören seine klassische Küche sowie die Einrichtung im Stil des frühen 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus erhält der Gast dort auch delikates Fingerfood.

Außerdem besitzt das Kaffeehaus eine kleine Terrasse, die im Sommer mit reichlich Sonnenstunden aufwarten kann.

Im Café, das nebenbei auch als Restaurant fungiert, befindet sich außerdem ein Konzertsaal.

9. Brasserie Lipp

Zu den Pariser Café-Legenden zählt auch die Brasserie Lipp. Das 1880 gegründete Lokal befindet sich am 151 Boulevard Saint-Germain im 6. Arrondissement.

Es genießt einen literarischen und politischen Ruf, da sich in ihm zahllose Schriftsteller, Dichter und Künstler die Ehre gaben.

Auch in der Gegenwart besuchen Politiker, Schauspieler, Journalisten und weitere Prominente die Brasserie, die eine traditionelle und deftige Küche serviert.

Eine Besonderheit der Brasserie Lipp ist ihre Einrichtung mit Großspiegeln und Deckenmalereien.

10. Le Grand Café Capucines

Beim Grand Café Capucines handelt es sich um eine Brasserie im 9. Pariser Stadtbezirk am 4 Boulevard des Capucines.

Genauer gesagt bildet es das Café der bekannten Brasserie Grands Boulevards.

Mit seiner Nähe zum Kino "Grand Rex", zur Music Hall "Olympia" sowie zur Opéra Garnier verfügt es über eine ausgezeichnete Lage.

Das Café entstand 1875 zur gleichen Zeit wie die Opéra Garnier. Dabei liegt es inmitten des Pariser Theaterviertels.

Eingerichtet ist Le Grand Café Capucines im Jugendstil mit einer Belle-Époque-Kulisse. Dabei passt sich das renovierte Dekor an die moderne Zeit an.

Ein besonderes Merkmal stellt die Art-Déco-Verglasung dar.

Die Speisekarte ist zeitgenössisch orientiert. Außerdem wird traditionelle Küche serviert.

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