Märkte in Paris

Paris gilt als Einkaufsparadies für Freunde des Freiluft-Shoppings. So bietet die französische Hauptstadt 69 Wochenmärkte, 13 Markthallen und unzählige Flohmärkte.
Märkte Paris
Der Wochenmarkt Marché des Enfants rouges ( © Paris Tourist Office - Photographe : Amélie Dupont )

Die Märkte von Paris

Paris ist bekannt für seine Vielzahl an unterschiedlichen Märkten. Jenseits aller Kaufhäuser findet der Besucher der Metropole 69 Wochenmärkte, 13 Markthallen sowie zahlreiche Floh- und Trödelmärkte.

Das Freiluft-Shopping in Paris erfreut sich großer Beliebtheit, weil es als bodenständig gilt. Der älteste Markt der Hauptstadt, der immer noch aktiv ist, wurde sogar schon im Jahr 1615 besucht.

Wochenmärkte in Paris

Die Wochenmärkte von Paris verteilen sich auf zwanzig Viertel der Stadt und bieten jede Woche frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Eier und Kräuter an. Aber auch Blumen und Zierpflanzen sind Teil ihres Angebots. Dabei handelt es sich zumeist um regionale Produkte.

Als besonders empfehlenswert gelten:

Marché de Barbès

Seine Stände hat der Marché de Barbès im 18. Arrondissement (Stadtbezirk), wo er auf dem Boulevard de la Chapelle zu finden ist.

Er öffnet jeden Mittwoch und Samstag am Vormittag.

Zu seinen Vorteilen zählt, dass er einer der preiswertesten Märkte der ganzen Stadt ist, zumindest was die Preise für Obst und Gemüse betrifft.

Weitere Besonderheiten sind seine multikulturelle Atmosphäre sowie seine exotischen Produkte. So befindet sich in der Nähe das afrikanische Viertel von Paris.

Um besonders günstig einkaufen zu können, wird empfohlen, den Markt kurz vor Feierabend aufzusuchen, weil die Preise dann deutlich günstiger ausfallen.

Marché in der Rue Mouffetard

In einem überaus angenehmen Ambiente angesiedelt ist der Markt in der Rue Mouffetard. Dort liegt er am Anfang der bekannten Fußgängerstraße im 5. Stadtbezirk.

Neben dem Markt erwarten den Besucher in der Rue Mouffetard außerdem viele Feinkostläden, Cafés und Bars.

Nicht weit entfernt sind außerdem der Jardin du Luxembourg sowie das Panthéon.

Vor allem Studenten suchen den Markt gerne auf, da sich mehrere Teiluniversitäten in der Nähe befinden.

Geöffnet hat der Markt in der Rue Mouffetard immer von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 13 Uhr sowie von Dienstag bis Samstag zwischen 16 und 19 Uhr.

Marché d'Aligre

Einer der traditionellsten Pariser Wochenmärkte ist der Marché d'Aligre im 12. Arrondissement am Place d'Aligre.

Er öffnet stets von Dienstag bis Freitag zwischen 7.30 bis 13.30 Uhr und findet unter freiem Himmel statt.

Neben Nahrungsmitteln wie raffiniertem Käse, tunesischem Gebäck oder exotischen Gewürzen werden auf dem Markt auch Haushaltswaren und Trödel angeboten.

Marché des Enfants Rouges

Beim Marché des Enfants Rouges handelt es sich um den ältesten Markt von Paris. So gibt es den überdachten Markt bereits seit 1615. Er versteckt sich hinter einem unauffälligen Metalltor im Marais.

Zurückgeführt wird die Bezeichnung Marché des Enfants Rouges auf ein kleines Warenhaus. Dieses stand im 16. Jahrhundert genau an der Stelle, an der heute der Markt abgehalten wird. Von den kleinen Bewohnern der Umgebung wurde stets rote Kleidung getragen, wodurch es zu dem Namen „Markt der roten Kinder“ kam.

Neben Gemüseständen und Blumenhändlern zählen auch zahlreiche Restaurantstände zum Angebot, die delikate Menüs aus aller Welt offerieren. Dies sind beispielsweise Eintöpfe aus der Karibik, Couscous aus Marokko oder japanisches Bento.

Geöffnet hat der Markt in der Rue de Bretagne von Dienstag bis Samstag bis 19.30 Uhr und am Sonntag bis 14 Uhr.

Die Biomärkte von Paris

Sehr beliebt bei den Kunden sind auch die Pariser Biomärkte. Sie bieten Bioprodukte wie frisches Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Fisch und Brot an.

Zu den bekanntesten Märkten dieser Art gehören der Marché Raspail, der Marché de Batignolles sowie der Marché Brancusi.

Der Marché Raspail ist auf dem Boulevard Raspail zwischen den beiden Metrostationen Sèvres-Babylone und Rennes angesiedelt. Er öffnet immer am Sonntag zwischen 9 und 15 Uhr.

Im 17. Stadtbezirk liegt der Marché de Batignolles auf dem Boulevard Batignolles. Dort öffnet er seine Tore zwischen den Metrostationen Place de Clichy und Rome.

Er kann am Samstag zwischen 9 und 15 Uhr besucht werden.

Ein kleiner, aber feiner Biomarkt ist der Marché Brancusi, der sich an der Metrostation Gaîté auf dem Place Brancusi befindet.

Fans von Biowaren kommen dort jeden Samstag zwischen 9 und 15 Uhr auf ihre Kosten.

Auf den Pariser Flohmärkten bummeln

Zu den Attraktionen der französischen Hauptstadt zählen zweifellos auch die vielen bunten Flohmärkte. Dort werden u. a. schöne Antiquitäten oder angesagte Vintagekleidung offeriert.

Zu den beliebtesten zählen:

Marché aux Puces de Saint-Ouen

Den Flohmarkt Marché aux Puces de Saint-Ouen gibt es bereits seit 1885. Mit rund 2.500 Ständen gilt er als größter Flohmarkt von Europa.

Zu finden ist der Markt, der es pro Jahr auf ca. 11 Millionen Besucher bringt, an der Porte de Clignancourt, wo er jeden Samstag, Sonntag und Montag geöffnet hat.

Der umfangreiche Flohmarkt untergliedert sich in 15 Teilmärkte, sodass dort für jeden Flohmarkt-Fan etwas zu finden sein dürfte.

So zählen neben Antiquitäten u. a. auch Dekoartikel, Vintagekleidung und Lederwaren zum Angebot.

Marché aux Puces de la Porte de Vanves

Im Gegensatz zum größten Flohmarkt von Paris stellt der Marché aux Puces de la Porte de Vanves den kleinsten Flohmarkt der französischen Metropole dar. Dafür punktet er jedoch mit seiner Freundlichkeit.

Auf dem Markt am südlichen Stadtrand bieten etwa 30 Händler Einrichtungsgegenstände, Schuhe, Taschen sowie eine Vielzahl an kuriosen Waren an.

Dabei schätzen es die Händler, wenn man mit ihnen um den Preis der Ware feilscht.

Marché aux Puces de Montreuil

Als typischer volkstümlicher Flohmarkt gilt der Marché aux Puces de Montreuil, der im Osten von Paris angesiedelt ist.

Dort kann der Besucher richtige Schnäppchen machen. Neben ca. 500 professionellen Händlern sind auf dem Markt auch viele private Verkäufer anzutreffen.

Angeboten werden u. a. Antiquitäten, Kunstgegenstände, Vintagekleidung, Stoffe, Schuhe und Schmuck.

Märkte der besonderen Art

Neben Wochen- und Flohmärkten gibt es in Paris aber noch weitere Märkte, die zum Beispiel spezielle Blumen, Bücher oder Kunstgegenstände anbieten.

Dazu zählen:

Marché aux Fleurs et aux Oiseaux

Einen Markt speziell für Blumen stellt der Marché aux Fleurs et aux Oiseaux dar. Er ist im 4. Arrondissement am Place Louis-Lépine an der Île de la Cité gelegen, an der schon seit 1808 Blumen angeboten werden.

Zusammengesetzt wird der Blumenmarkt aus zwei größeren Gebäuden sowie zahlreichen unterschiedlichen Ständen. Diese bieten u. a. Lilien, Orchideen, Tulpen, Rosen und Blumenzwiebeln an.

Jeden Sonntag tritt anstelle des Blumenmarkts ein Markt für Vögel auf den Plan. Dieser offeriert zum Beispiel Wellensittiche, Tauben, Kanarienvögel oder exotische Vogelarten wie Papageien. Auch Vogelkäfige lassen sich dort erwerben.

Marché de la Création

Dass Paris eine kreative Ader hat, ist bekannt. Als hervorragendes Beispiel dafür dient der große Kunstmarkt der Kapitale am Boulevard Edgar-Quinet, der jeden Sonntag ab 10 Uhr Einlass gewährt.

In Nähe der Bastille werden von Schmuckdesignern, Stoffdesignern, Keramikern, Malern, Bildhauern, Graveuren und Fotografen deren Werke direkt angeboten. Auf diese Weise lassen sich preiswerte Originale ergattern.

Marché du livre ancien et d'occasion

Freunde älterer Literatur wie umfangreicher Bücher mit Ledereinband, Schwarz-Weiß-Comics, alter Illustrierter oder Postkarten aus der Belle-Époque-Zeit kommen auf dem Marché du livre ancien et d´occasion auf ihre Kosten.

Dabei handelt es sich um einen Büchermarkt am Park Georges-Brassens. Nicht selten lassen sich dort antiquarische Bücher oder längst vergriffene Titel aufspüren.

Im Frühsommer werden die Werke sogar kiloweise versteigert.

Marché Saint-Pierre

Der Marché Saint-Pierre im 18. Stadtbezirk ist eher ein Kaufhaus, das vornehmlich Textilien anbietet. So können dort Stoffe in den unterschiedlichsten Farben erworben werden.

Sogar bekannte Designer geben dem Marché Saint-Pierre die Ehre, um in ihm Stoffe für Vorhänge zu entdecken.

Im 4. Stock wird zudem das Schneidern von Bettwäsche, Wandbehängen und Gardinen angeboten.

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