Kathedrale Notre-Dame de Paris

Notre-Dame de Paris

Kathedrale Notre-Dame
Bis zu 10.000 Besucher finden Platz in der Kirche ( © DW )

Notre-Dame ist eine der berühmtesten gotischen Kathedralen der Welt. 1804 krönte Napoleon sich hier selbst zum Kaiser. Notre-Dame de Paris erscheint für eine gotische Kirche erstaunlich wuchtig. Sie ist 'Unserer lieben Frau' gewidmet, der Gottesmutter. Im südöstlichen Teil der Île de la Cité liegt sie absolut stadtzentral.

Hier halten die Pariser Wassertaxis, Les Bateaux, es gibt mehrere Metrostationen rund um die Seineinsel und eine direkt auf ihr. Natürlich sind Insel und Kirche auch auf zwei oder vier Rädern sowie zu Fuß erreichbar. Auf dem Kirchenvorplatz befindet sich der geografische Nullpunkt von Paris.

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Wechselvolle Schicksalsschläge

Während der fast 200-jährigen Bauphase zwischen 1163 und 1345 wechselte die späte Romanik zur frühen Gotik; das schlug sich auch in Notre-Dame nieder. Architektonisch neu sind die 28 Könige von Juda, die über dem Eingangsportal grüßen: Welt und Kirche vereinen sich. Die heutigen Figuren sind Nachbauten,

Notre-Dame musste während der Französischen Revolution 1789 viele Blessuren ertragen. Immerhin erfuhren die Überlegungen, die riesige Kirche, in die über 9.000 Menschen passen, zu restaurieren, durch den erfolgreichen Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo einen kräftigen Aufschwung. Umgesetzt wurde weitgehend das mittelalterliche Kirchenoriginal. Die Grotesken der Galerie des Chimères sind allerdings aus modernerer Zeit und teilweise Hugos Darstellungen nachempfunden.

Eine weitere Besonderheit - nicht für uns heutige Menschen, aber zur Zeit der Erbauung - sind die Strebebögen, deren bautechnischer Ursprung keiner bestimmten Kirche zugeordnet werden kann. Notre-Dame wäre eine Möglichkeit. Die südliche Querfassade bezaubert dagegen durch die filigrane Schönheit vollkommener Gotik.

Wunderschöner Ausblick

Ein Blick ins Innere zieht den Blick nach oben und damit einerseits zur herrlichen Kirchendecke, andererseits gen Himmel, wie es beides das Ziel gotischer Bauten ist. Notre-Dame wurde nicht nur äußerlich mehrmals umgebaut. Heute ist ein Teil des Kirchenschatzes ausgestellt und Teile der Hauptorgel stammen noch aus den Anfangsjahren des 15. Jahrhunderts.

Von dem Hauptaltar existiert nur noch die Mensa, der Abendmahltisch. Die ursprünglichen 20 Glocken des Hauses verschwanden größtenteils in der Französischen Revolution, die aus der Kirche einen Tempel der Vernunft machen wollte. 2013 bilden immerhin wieder zehn Glocken ein eindrucksvolles Geläut.

Seit jeher enorm wichtig

Notre-Dame ist außerdem Begräbnisstätte und wichtiger Ort für Trauungen und andere Festivitäten. Hier liegen unter anderem die Eingeweide von Ludwig XIII. und seinem Nachfolger Ludwig XIV., dem Sonnenkönig.

1804 krönte sich hier Napoléon mit eigener Hand und anschließend seine Frau Joséphine. Ratssitzungen und Laienschauspiele fanden und finden hier ebenfalls statt. Notre-Dame ist sicher auch weltweit eine der bekanntesten Kirchen, nicht zuletzt durch Hugos Roman, und dadurch ein Muss für Paris-Besucher.

Reiseinfos
Adresse

Notre-Dame de Paris
6 Parvis Notre-Dame - Pl. Jean-Paul II
75004 Paris
Frankreich

Sehenswürdigkeiten