Friedhof Père Lachaise

Cimetière du Père Lachaise

Père Lachaise Paris
Auf dem Père Lachaise sind viele berühmte Persönlichkeiten begraben ( © hassan bensliman - Fotolia.com )

Der Cimetière du Père Lachaise ist der größte Pariser Friedhof. Er war weltweit der erste Friedhof, den man als Park angelegt hat. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde er an der Ostgrenze der Stadt im 20. Arrondissement errichtet. Die Erbauer verfolgten das Ziel, eine fernab der kirchlichen Hoheit stehende Ruhestätte zu schaffen.

Père Lachaise war ein Jesuit

Der Friedhof verdankt seinen Namen dem 1709 verstorbenen Jesuiten-Pater François d’Aix seigneur de La Chaise, kurz auch Père Lachaise genannt. Dieser war ein Günstling von Sonnenkönig Ludwig XIV., der ihm im Osten von Paris ein Landhaus mit einer weitläufigen Gartenfläche überließ.

Auf diesem Areal befindet sich heute der Friedhof. Im Mai 1804 wurde dort der erste Mensch bestattet. Es handelte sich dabei um ein fünfjähriges Mädchen. Außerdem gibt es noch jeweils einen etwas kleineren Friedhof im Süden, im Norden und im Zentrum von Paris.

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Ein Ort für Fans und Romantiker

Der Cimetière du Père Lachaise wird jährlich von etwa zwei Millionen Menschen besucht. Ein Spaziergang durch die verschieden gestalteten Gräber ist abwechslungsreich und zugleich ein wenig schaurig. Kleine Pavillons, kunstvolle Statuetten, Skulpturen und idyllische Blumenecken laden zum Verweilen ein.

Durch den Friedhof führt ein breiter, gepflasterter Weg, von dem zahlreiche weitere Pfade abzweigen. Insgesamt ist die parkähnliche Landschaft rund 44 Hektar groß. Auf der Fläche befinden sich rund 70.000 Gräber. Hier sind sämtliche Kunst- und Architekturstile vertreten. Es gibt zum Beispiel gotische Gräber, Mausoleen und eine Haussmann-Gruft.

Der Friedhof Père Lachaise und seine berühmten 'Bewohner'

Berühmt ist der Cimetière du Père Lachaise nicht nur aufgrund seiner parkähnlichen Struktur, sondern vor allem der Prominenz wegen, die in den teilweise sehr prachtvoll gestalteten Ruhestätten begraben liegt. Dabei handelt es sich keineswegs nur um französische Persönlichkeiten, sondern um Wissenschaftler, Künstler, Politiker, Musiker und Stars aus der ganzen Welt.

Vor allem die Gräber der 1971 verstorbenen Rocklegende Jim Morrison, des Komponisten Frédéric Chopin und der Sängerin Édith Piaf werden viel besucht. Die Opernsängerin Maria Callas liegt ebenso wie der Ägyptologe Champollion und Joseph-Ignace Guillotin, der die Entwicklung der gleichnamigen Hinrichtungsmaschine anregte, auf dem Père-Lachaise begraben. Der Pariser Friedhof beherbergt außerdem die sterblichen Überreste von Samuel Hahnemann, dem Erfinder der Homöopathie, und dem irischen Schriftsteller Oscar Wilde.

Tipps für den Friedhofsspaziergang

Wenn du den Friedhof besuchst, solltest du deinen Fotoapparat dabeihaben. Die teilweise sehr hohen und aufwändig gestalteten Grabmonumente ergeben im Zusammenspiel mit den uralten Bäumen und dem einfallenden Licht eine reizvolle Atmosphäre. Es entstehen sehr stimmungsvolle Fotografien, die auf den ersten Blick ein wenig gespenstisch wirken.

Wenn du das Grab eines deiner Idole besuchen möchtest, kannst du am Grab Blumen oder andere kleine Geschenke ablegen. Nimm dir auf jeden Fall Zeit. Es gibt im Friedhof Père-Lachaise sehr viel zu bewundern. Nicht wenige Menschen verbringen mehrere Stunden in der wunderschönen Parkanlage.

Reiseinfos
Adresse

Cimetière du Père Lachaise
16 Rue du Repos
75020 Paris
Frankreich

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