Sorbonne – 20. Pariser Quartier

Das Quartier de la Sorbonne ist das 20. Pariser Quartier und Teil des 5. Arrondissements der französischen Hauptstadt. Damit umfasst es, wie die übrigen drei Quartiers des Arrondissements, einen Teil des berühmten Quartier Latin.

Das Quartier Latin wiederum ist kein verwaltungstechnisches Quartier, sondern ein unscharfer Begriff für ein Gebiet, das seit der Römerzeit Bestand hat und von Universität sowie studentischem Leben geprägt ist.

Die Sorbonne

Den Charme hat die Gegend sich bewahrt, statt Studenten finden sich inzwischen allerdings mehr Touristen, denn das Leben hier ist teurer als früher. Wer mitten ins Herz des Quartier de la Sorbonne vordringen möchte, erreicht das Viertel an der Metro-Station Cluny - La Sorbonne.

Die Universität liegt am linken Seine-Ufer, der Rive Gauche, und gilt als Renommierstück Frankreichs: Hier studierten Größen wie Albertus Magnus und Thomas von Aquin, Simone de Beauvoir und Marie Curie.

Zwar nicht die Sorbonne, aber grundsätzlich eine Universität ist an dieser Stelle bereits seit dem Jahre 1200 nachweisbar. Ansonsten lockt die Gegend mit Postkartenständen und kleinen Shops, mit Restaurants und Kneipen und engen Gassen, durch die keine Autos fahren.

Das Panthéon

Kulturinteressierte zieht es zudem auf die Montagne Sainte-Geneviève, den Hügel der heiligen Genoveva, auf dem das Panthéon wartet. Zu bestaunen sind das Foucaultsche Pendel, wunderschöne Architektur- und Gemäldeschätze und die Grabmale von Alexandre Dumas, Victor Hugo, Jean-Jacques Rousseau und Émile Zola.

Wer in der Ruhmeshalle Frankreichs bestattet wird, erfährt damit eine Glorifizierung - außer er heißt Napoléon Bonaparte, der im Invalidendom ruht, oder Charles de Gaulle, der nahe seinem Landhaus beerdigt wurde.

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