Vivienne – 6. Pariser Quartier

Das Quartier Vivienne ist in der Hauptsache ein Geschäftsviertel mit Vorgängern der heutigen Einkaufszentren, den Galeries oder Passages. Auch solltest du dir anschauen: Bourse, Palais Brongniart und Bibliothèque Nationale de Paris.

La Bourse nennen die Pariser das 6. Pariser Quartier, das Quartier Vivienne im 2. Arrondissement.

Das Quartier Vivienne ist vorwiegend ein Geschäftsviertel, in dem du die Vorgänger der heutigen Einkaufszentren findest, die Galeries oder Passages. Die bekannteste ist die Galerie Vivienne, eine durch ein Glasdach geschützte Ladenpassage, die 1826 eröffnet wurde.

    Galerie Vivienne

    Die Galerie Vivienne gehört zu den Pariser monuments historiques und befindet sich unweit der Alten Nationalbibliothek. Wenn du mit der Métro 3 kommst, steigst du an der Station Bourse aus und findest die bildschöne Passage zwischen der 1634 eröffneten Rue des Petits-Champs, der Rue de la Banque und der Rue Vivienne. Hier kannst du essen, trinken, shoppen und dem Laden des Modeschöpfers Jean-Paul Gaultier einen Besuch abstatten.

    Die Rue de Richelieu und die Rue Vivienne verlaufen parallel von Nord nach Süd durch das Quartier, von West nach Ost wird es wie seine beiden benachbarten Viertel von der Rue Réaumur durchkreuzt.

    Die dritte Salle Favart – Opéra-Comique

    Zweimal brannte die Salle Favart, wie das Opernhaus auch genannt wird, nieder, und zwar in den Jahren 1838 und 1887. "Carmen" von Georges Bizet war in der zweiten Salle Favart 1875 uraufgeführt worden. Die innen wie außen prächtige heutige Opéra Comique stammt aus dem Jahr 1898 und ist ein Théatre national.

    Ökomomie und Bildung im Quartier Vivienne

    Drei der wichtigsten Gebäude im 6. Quartier sind außerdem:

    • Bourse (Handelsbörse)
      Wenn du vor der Handelsbörse stehst, hast du eine bahnbrechende architektonische Leistung aus der Epoche des Klassizismus vor Augen: François-Joseph Bélanger schuf die mehr als 40 Meter weite gusseiserne Kuppel, die der Bourse des Valeurs, einer ehemaligen Getreidehalle, ihre unverwechselbare Silhouette verleiht.
    • Palais Brongniart (Palais du Bourse)
      Das Gebäude der 1825 entstandenen Pariser Börse soll den Philosophen Friedrich Hegel zu dem Ausruf "Welch ein Tempel!" veranlasst haben. Tatsächlich wirst du auf den ersten Blick feststellen, dass sich Baumeister Alexandre Théodore Brongniart stark vom antiken Tempelbau inspirieren ließ. Heute gehört der Finanztempel zu NYSE Euronext.
    • Bibliothèque Nationale de Paris
      Die Bibliothèque Nationale de France (site Richelieu-Louvois) in der Rue de Richelieu trägt den Namen Alte Nationalbibliothek, seitdem 1988 an der Seine die Neue Nationalbibliothek gebaut wurde. Auf 16.000 Quadratmetern findest du eine der reichsten und größten Schriftensammlungen der Welt. Das jetzige Gebäude der bereits 1666 ins Leben gerufenen Universalbibliothek wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Architekten Henri Labrouste zu einem zusammenhängenden Gebäude-Ensemble umgebaut.
    Anzeige