Gaillon – 5. Pariser Quartier

Das Quartier Gaillon gehört zum 2. Arrondissement. Es bietet unter anderem eine der ältesten Métrostationen von Paris und das Théâtre des Bouffes-Parisiens. In die Schaufenster von Cartier kannst du in der Rue de la Paix blicken.

Im kleinsten Arrondissement von Paris, im zweiten, liegt das 5. Pariser Quartier, das Quartier Gaillon. Es besitzt einige sehenswerte Straßen, Plätze und Bauwerke.

Über zwei Métrostationen ist das Quartier erreichbar: Im Nordosten des Quartiers liegt die Station Quatre-Septembre und im Westen am Place de l’Opéra die Station Opéra.

Obwohl das Quartier Gaillon relativ klein ist, befinden sich einige interessante Gebäude in dem Viertel. Eine der ältesten Métro-Stationen, die Station Quatre-Septembre, liegt im Quartier. Am 4. September 1870 fiel Napoleon lll. und die Dritte Französische Republik wurde proklamiert. Befahren wird die Station von der Métrolinie 3. In Betrieb genommen wurde sie am 3. November 1904.

Théâtre des Bouffes-Parisiens

Nicht weit von der Station geht links von der Rue du 4 Septembre die Rue Monsigny ab. An dieser Straße liegt das Théâtre des Bouffes-Parisiens. Bekannt ist es unter dem Namen Bouffes-Parisiens. Der Komponist Jacques Offenbach gründete das Theater am 5. Juli 1855. Allerdings durfte er zu Beginn nur Einakter zeigen und es durften nur vier Personen auf der Bühne stehen. Am Anfang wurden hauptsächlich Operetten aufgeführt, daher auch der Name, denn Opéra-Bouffe ist die französische Bezeichnung für Operette. Heute werden im Bouffes-Parisiens zeitgenössische Komödien gezeigt.

Ein kleines Stück weiter an der Rue Mahul liegt die Salle Ventadour. Gebaut wurde dieses Theater zwischen 1826 und 1829 von dem prominenten Architekten Jacques-Marie Huvé. Auch hier wurden zu Beginn hauptsächlich Operetten aufgeführt. Nachdem das Théâtre-Italien das Theater übernahm, gab es mehr Opern, und zwar hauptsächlich von Giuseppe Verdi. Um 1880 wurde die Salle Ventadour zu einem Bürogebäude umgebaut.

Parfüms, Cartier und Depardieu

Sicher werden nicht nur die Damen gern einen Blick in die Schaufenster von Cartier werfen. Das Geschäft liegt in der Rue de la Paix. Interessant ist sicher auch ein Besuch des Musée du Parfum Fragonard am Boulevard des Capucines. Eingerichtet ist das Museum im Stil Napoleons lll. Zu sehen gibt es zauberhafte Flakons und Geräte zur Parfümherstellung.

Da sich das Quartier in der Nähe der Pariser Oper befindet, gibt es viele Restaurants, die den Opernbesuchern ein spätes Dinner anbieten. Beliebt ist das Restaurant La Fontaine Gaillon in der Rue Gaillon. Wer Glück hat, trifft vielleicht den Inhaber des Restaurants: Es gehört Gérard Depardieu.

Karl V. und Ludwig Xlll.

Erste Bauten entstanden im Quartier Gaillon bereits im 14. Jahrhundert. Die Stadtmauer unter Karl V. reichte allerdings noch nicht bis zum zweiten Arrondissement. Erst unter Ludwig Xlll. im 16. Jahrhundert erreichte das Stadtgebiet die Nordgrenze des Zweiten. Heute leben etwa zweitausend Menschen im Quartier Gaillon.

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