Interessante Orte in Paris

Paris bietet seinen Besuchern zahllose interessante Orte. Dazu gehören der Eiffelturm, Notre-Dame, die Avenue des Champs-Élysées und der Louvre. Aber Paris hat noch viel mehr zu bieten ...
Paris Interessante Orte
Blick auf Paris vom Arc de Triomphe ( V_E / Shutterstock.com )

Paris mit all seinen Sehenswürdigkeiten

Paris zählt zu den beliebtesten Tourismuszielen Europas und wird Jahr für Jahr von Millionen Menschen besucht.

All die prächtigen und faszinierenden Attraktionen der Metropole zu erkunden, ist bei einem einzelnen Besuch kaum möglich.

Von Vorteil ist allerdings, dass sich viele interessante Orte im Herzen der Stadt befinden und nicht allzu weit voneinander entfernt sind.

Wer seinen Besuch in einzelne Zonen oder Viertel einteilt, hat daher eine gute Gelegenheit, zahlreiche Sehenswürdigkeiten auch in kurzer Zeit besichtigen zu können.

Auch mancher Geheimtipp ist einen Abstecher wert. Doch welche Orte in Paris sind besonders interessant?

Der Eiffelturm

Das zweifellos bekannteste Wahrzeichen der französischen Hauptstadt ist der Eiffelturm.

Der 324 Meter hohe Eisenfachwerkturm wurde zwischen 1887 und 1889 errichtet und befindet sich im 7. Stadtbezirk am Marsfeld (Champ de Mars) am Ufer der Seine.

Gustave Eiffel baute den nach ihm benannten Turm als Aussichtsplattform für die Weltausstellung 1889. Gleichzeitig stellte der Turm eine Erinnerung an den Ausbruch der Französischen Revolution 1789 dar.

Das höchste Bauwerk von Paris verfügt über drei Etagen und wird nach wie vor als Aussichtsturm benutzt.

Außerdem dient der Eiffelturm als Fernsehturm und verfügt über zwei exquisite Restaurants.

Von Interesse ist ferner, dass der Turm bis 1930 das höchste Gebäude der Welt war und eine wichtige Rolle in der Geschichte von Hörfunk und Fernsehen spielte.

Notre-Dame Paris
Die Kathedrale Notre-Dame in Paris ( PHOTOCREO Michal Bednarek / Shutterstock.com )

Die Kathedrale Notre-Dame

Ein weiteres Pariser Wahrzeichen ist die Kathedrale Notre-Dame, die zu den bekanntesten französischen Bauwerken zählt.

Durch Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ wurde sie in der ganzen Welt bekannt.

Übersetzt bedeutet Notre-Dame de Paris „Unsere Liebe Frau von Paris“. Gewidmet wurde sie Maria, der Mutter von Jesus.

Das imposante Bauwerk entstand zwischen 1163 und 1345.

1804 krönte sich Napoleon I. in Notre-Dame selbst zum Kaiser von Frankreich.

Durch einen Großbrand im April 2019 wurde die geschichtsträchtige Kathedrale erheblich in Mitleidenschaft gezogen, was bei vielen Menschen in aller Welt Trauer und Entsetzen hervorrief.

Arc de Triomphe

Ebenfalls zu den interessantesten Orten von Paris gehört der Arc de Triomphe de l´Étoile, was „Triumphbogen des Sterns“ bedeutet.

Der Triumphbogen befindet sich am Place Charles-de-Gaulle und wurde auf Anregung Napoleons I. zwischen 1806 und 1836 zum Gedenken an die Schlacht bei Austerlitz erbaut.

Unterhalb des Bogens befindet sich das Grabmal des unbekannten Soldaten. Es erinnert an die unbekannten Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Zahlreiche Ehrungen und Kranzniederlegungen werden im Laufe des Jahres am Arc de Triomphe abgehalten.

Besucher des Denkmals können auf eine Aussichtsplattform gelangen, die über eine Unterführung erreichbar ist.

Der Triumphbogen bringt es auf eine Höhe von 49,54 Metern und beherbergt in seinen Innenwänden ein kleines Museum.

Außerdem stehen auf den Wänden des Denkmals die Namen von berühmten französischen Heerführern und siegreichen Schlachten.

Gleich in der Nähe des Triumphbogens lädt die Avenue des Champs-Élysées zu einer Besichtigungstour ein.

Arc de Triomphe Paris
Arc de Triomphe – der Triumphbogen in Paris ( Nattee Chalermtiragool / Shutterstock.com )

Der Louvre

Der Louvre gehört nicht nur zu den bekanntesten Museen von Paris, sondern zu denen der ganzen Welt.

Zu finden ist das Kunstmuseum im Palais du Louvre, in dem einst die französischen Könige residierten.

Jahr für Jahr besuchen rund zehn Millionen Menschen das interessante Bauwerk, in dem sich u. a. das berühmte Gemälde der Mona Lisa von Leonardo da Vinci befindet.

Die Sammlung im Louvre geht in erster Linie auf König Franz I. (1515-1547) zurück, der Leonardo da Vinci eine Schaffensstätte an der Loire einrichtete. Nach dem Tod des Meisters wechselten die Gemälde in den Besitz des Königs.

1660 erfolgte der Umzug der berühmten Sammlung in den Louvre und wurde in den folgenden Jahrhunderten noch erweitert.

Seit dem 10. August 1793 ist der Louvre ein zentrales Kunstmuseum der französischen Republik.

Die Glaspyramide

Im Innenhof des Louvre befindet sich eine weitere interessante Attraktion von Paris.

Dabei handelt es sich um die Glaspyramide, die zwischen 1985 und 1989 entstand. Sie stellt den Haupteingang in den Louvre dar und bietet den Besuchern sowohl bei Tag als auch bei Nacht einen faszinierenden Anblick.

Ihre Eröffnung fand 1989 durch den französischen Staatspräsidenten François Mitterrand statt.

Die Glaspyramide diente auch als Kulisse für einige Kinofilme wie zum Beispiel „The Da Vinci Code – Sakrileg“ und gilt mittlerweile als modernes Wahrzeichen der französischen Hauptstadt.

Obelisk Luxor Paris
Obelisk von Luxor auf dem Place de la Concorde ( vichie81 / Shutterstock.com )

Der Obelisk von Luxor

Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit stellt der Obelisk von Luxor dar.

Der 230 Tonnen schwere Granitmonolith bringt es auf eine Höhe von 23,50 Metern und lässt sich auf dem Place de la Concorde bewundern.

Bevor der in der Zeit von Pharao Ramses II. entstandene Obelisk 1836 nach Paris gelangte, war er Teil des Tempels von Luxor.

Heute gehört er zu den Monumenten der "axe historique" zwischen Louvre und Grande Arche.

Der französische König Louis-Philippe hatte den eindrucksvollen Granitkoloss vom ägyptischen Vizekönig Muhammad Ali Pascha als Geschenk erhalten. Allerdings dauerte es drei Jahre, bis der Obelisk Paris erreichte.

Jardin des Tuileries

Auch westlich vom Place de la Concorde befindet sich mit dem Jardin des Tuileries ein interessanter Pariser Ort.

Der Tuileriengarten wurde als Schlosspark in der Nähe des Louvre angelegt.

Der Jardin des Tuileries reicht vom Place de la Concorde bis zum östlich gelegenen Louvre und erreicht eine Länge von 360 Metern sowie eine Breite von 210 Metern. Damit bildet er den umfangreichsten öffentlichen Platz der französischen Hauptstadt.

Die Anlegung des prachtvollen Gartens fand im 16. Jahrhundert für die aus Italien stammende Königin Katharina von Medici statt, weswegen er zunächst im Stil der italienischen Renaissance eingerichtet wurde.

Verschiedene Herrscher Franreichs wie Heinrich IV., Ludwig XIII. sowie Ludwig XIV. ließen den Schlossgarten je nach ihrem persönlichen Geschmack umgestalten.

Im Tuileriengarten sind zudem einige Kunstwerke zu bewundern wie zum Beispiel der „Baum der Vokale“.

Jardin des Tuileries Paris
Der Jardin des Tuileries in Paris ( Lena Ivanova / Shutterstock.com )

Disneyland Paris

Besonders interessant für Kinder und jung gebliebene Erwachsene ist Disneyland Paris.

Der 2230 Hektar große Freizeitpark ist Teil der Kommune Chessy, die sich 32 Kilometer östlich der Metropole befindet.

Disneyland gehört mittlerweile zu den beliebtesten Orten von Paris und bietet seinen Besuchern mit dem Disneyland Park und dem Walt Disney Studio Park zwei unterschiedliche Themenparks.

Weiterhin befinden sich dort der Unterhaltungsbereich Disney Village, die Golfanlage Golf Disneyland sowie zahlreiche Hotels und Geschäfte. Disney-Fans kommen dort also voll und ganz auf ihre Kosten.

Das Panthéon

Im 5. Arrondissement befindet sich die nationale Ruhmeshalle Panthéon, die auf dem Hügel der heiligen Genoveva liegt.

Ursprünglich war das Gebäude eine Kirche, die im Auftrag König Ludwigs XV. zwischen 1764 und 1790 errichtet wurde.

Durch die Anführer der Französischen Revolution kam es jedoch zu einer neuen Bestimmung als säkulare Gedenkstätte. So befinden sich dort die Gräber verschiedener bedeutender französischer Persönlichkeiten wie zum Beispiel Pierre und Marie Curie, Victor Hugo, Jean-Jacques Rousseau, Alexandre Dumas und Voltaire.

Zu den interessantesten Gegenständen der Inneneinrichtung des Panthéon gehört das Foucaultsche Pendel, durch das die Erdrotation nachgewiesen wird.

Panthéon Paris
Das Panthéon – die nationale Ruhmeshalle ( Nikitin Mikhail / Shutterstock.com )

Moulin Rouge

Das Moulin Rouge im Viertel Montmartre zählt zu den ältesten und bekanntesten Variétés von Paris.

Es ist im 18. Stadtbezirk am Place Blanche im Vergnügungsviertel Pigalle zu finden und verfügt über 850 Sitzplätze.

Dargeboten werden vor allem diverse Tanznummern, an denen manchmal auch Zwergpferde oder Schlangen teilnehmen.

Darüber hinaus ist im Moulin Rouge (Rote Mühle) ein umfangreicher Champagner- und Weinkeller vorhanden.

Musée d´Orsay

Eine andere beliebte Attraktion von Paris ist das Musée d´Orsay am Südufer der Seine gegenüber vom Tuileriengarten.

Äußerlich ähnelt das Kunstmuseum im 7. Stadtbezirk einem Bahnhof. Tatsächlich handelt es sich um einen ehemaligen Bahnhof, der im Jahr 1900 anlässlich der Pariser Weltausstellung eröffnet wurde.

In den 70er-Jahren fand der Umbau des Bahnhofs zu einem Museum statt, dessen Eröffnung 1986 erfolgte.

Seither lockt das Musée d´Orsay durchschnittlich 3,8 Millionen Besucher im Jahr an.

Auf 16.000 Quadratmetern lassen sich Skulpturen, Gemälde, Fotografien, Grafiken sowie Werke der Architektur bewundern. Dazu gehören u. a. Kunstwerke von Vincent van Gogh, Edgar Degas, Édouard Manet, Claude Monet und Auguste Rodin.

Centre Georges-Pompidou

Das staatliche Kunst- und Kulturzentrum Centre Georges-Pompidou befindet sich im 4. Pariser Stadtbezirk. Die Bewohner der Stadt nennen es auch „La Raffinerie“.

Es entstand auf Anregung seines Namensgebers, des französischen Staatspräsidenten Georges Pompidou (1911-1974), und wurde 1977 eröffnet.

Es garantiert den Franzosen und ihren Gästen freien Zugang zu Wissen. So ist dort das Museum der Modernen Kunst untergebracht, das über zahlreiche Kunstwerke des 20. Jahrhunderts verfügt.

Weitere Einrichtungen sind u. a. die Bibliothèque Publique d´Information, diverse Kinos und Theater, das Musikforschungszentrum IRCAM, eine eigene Buchhandlung sowie eine Kinderwerkstatt.

Le Ballon de Paris

Eher als Geheimtipp gilt Le Ballon de Paris.

Der Ballon erreicht die Höhe eines zweistöckigen Gebäudes, ist jedoch fest im Parc André-Citroën verankert.

Vom Ballon aus kann der Besucher einen wundervollen Ausblick über ganz Paris genießen.

Anschließend sollte ein Besuch im Parc André-Citroën unternommen werden. Der Park eignet sich ausgezeichnet für ein Picknick oder ein Sonnenbad.

Paris Sainte-Chapelle
Im Inneren der Sainte-Chapelle ( Justin Black / Shutterstock )

Sainte-Chapelle

Nur mäßig bekannt, dafür jedoch besonders schön, ist die Sainte-Chapelle im 1. Arrondissement von Paris.

Dabei handelt es sich um die ehemalige Palastkapelle der früheren königlichen Residenz Palais de la Cité.

Sie befindet sich auf der Île de la Cité und entstand zwischen 1244 und 1248.

Die Kapelle bietet mit ihren imposanten Buntglasfenstern eine spirituelle Atmosphäre.

Vor allem die Oberkapelle ist beeindruckend.

Darüber hinaus bildet die Sainte-Chapelle ein gutes Anschauungsbeispiel für den hochgotischen Baustil des 13. Jahrhunderts.

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