Nachhaltige Autoreisen durch Frankreich

Pärchen oder Familien planen gerne eine spontane Fahrt mit dem Auto nach Paris. Die Reise zu der Stadt der Liebe machen auch heutzutage noch viele Menschen – doch effizient ist das nicht. Viele Familien achten inzwischen auch im Urlaub darauf, wie der CO2-Fußabdruck aussieht. Eine Entwicklung, die vor 20 Jahren noch undenkbar schien.
Nachhaltige Autoreisen Frankreich
Nachhaltig mit dem Auto durch Frankreich – in den Metropolregionen schon kein großes Problem mehr ( MikesPhotos / Pixabay (CC0) )

Umweltfreundlicher Urlaub in den schönsten Regionen Frankreichs

Inzwischen geben sich viele Frankreich-Reisende mit dem Verzicht auf Plastiktüten im Reisegepäck allein nicht mehr zufrieden. Es geht darum, aktiv die Klimabilanz zu verbessern – etwa mit dem Elektroauto oder einem Hybridfahrzeug.

Wer über diese Form des nachhaltigen Urlaubs nachdenkt, darf natürlich eines in der Vorbereitung nicht außer Acht lassen: Gibt es in Frankreich überhaupt genügend Ladestationen für Elektrofahrzeuge? Zur Debatte steht in der Urlaubsplanung aber auch, wie nachhaltig die Unterkunft wirtschaftet. Es bringt wenig, bei der Anreise jedes Gramm CO2 zu zählen, wenn das Hotel dem Thema Nachhaltig keine wirkliche Beachtung schenkt.

Wie steht es um Elektroautos in Frankreich?

Mit Frankreich werden zuerst die Loire und deren malerische Schlösser oder die raue Atlantikküste der Biskaya in Verbindung gebracht. Ans Hinterland der Côte d'Azur oder die bergige Region um den Puy de Dôme denken nur wenige Frankreich-Kenner. Wer das Land der Haute Cuisine erkunden und sich auf die besondere Mentalität der Franzosen einlassen will, macht am besten mit dem Auto eine Rundreise. Um nachhaltig unterwegs zu sein, bieten sich inzwischen verschiedene Möglichkeiten an:

  • unterwegs mit dem Elektroauto
  • Auto-Rundreise mit einem Hybridauto
  • mit dem Autozug innerhalb Frankreichs.

Letztere Variante bietet sich für weite Strecken innerhalb des Landes an. Um mit einem rein auf Elektroantrieb basierendem Auto unterwegs zu sein, braucht es natürlich eine entsprechend ausgebaute Infrastruktur wie Ladestationen in ausreichender Menge.

Mittlerweile ist Elektromobilität auch in Frankreich angekommen. Besonders gut ist das Netz der Ladestationen in den Metropolregionen und Großstädten ausgebaut. Im Rahmen der Reiseplanung ist empfehlenswert, einen Blick auf die Karte zu werfen. Dramatische Einschränkungen hinsichtlich einer flexiblen Reiseplanung muss allerdings niemand befürchten. Inzwischen lassen sich Karten zum Ladestationen-Netz Frankreichs einfach online oder in Apps abrufen.

Eine Verbindung aus Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit bietet die Autoreise durch Frankreich mit Hybridfahrzeugen. Letztere legen in Deutschland seit Jahren im Bestand zu. Laut KBA (Kraftfahrtbundesamt) liegt deren Zahl inzwischen bei mehr als 340.000. Und der Trend zeigt weiterhin steil nach oben.

Besonderer Nachhaltigkeitstipp: Das Wohnmobil

In den Ferien wollen es sich Familien gut gehen lassen. Sich im Hotel von vorne bis hinten bedienen lassen ist angenehm. Aber: Eine Hotelübernachtung mit Verpflegung produziert schnell 10 Kilogramm bis 15 Kilogramm CO2 – Anreise und Abreise noch nicht mit eingerechnet. Damit kommt für den Urlaub einiges in der Klimabilanz zusammen. Geht es auch ohne riesigen Kohlendioxid-Fußabdruck?

Verreisen mit dem Wohnmobil hat sich in den zurückliegenden Jahren als „Geheimtipp“ entwickelt, wenn es um nachhaltige Ferien in Frankreich geht. Einer Studie des Öko-Instituts zufolge fällt bei einer Übernachtung im Caravan/Wohnmobil etwa ein Zehntel der Menge CO2 an, mit welcher sich die Übernachtung im Hotel während der Ferien bemerkbar macht.

Unterm Strich zählt natürlich für die Gesamtbilanz nicht nur die CO2-Menge pro Übernachtung. Entscheidend ist am Ende auch, welches Verkehrsmittel für die An- und Abreise benutzt wird. Camping gehört entsprechend der Studie zu den umweltfreundlichen Reiseformen. Und bietet gleichzeitig ein hohes Maß an Freiheit beim Erkunden Frankreichs. Mit einem Reisemobil lassen sich Departements und Regionen problemlos entdecken:

1. Dordogne

Das Departement im Südwesten Frankreichs hat seinen Namen vom gleichnamigen Fluss. In Nouvelle-Aquitaine gelegen, war die Region lange als Périgord bekannt. Zu den bedeutenden Städten der Region gehören Périgueux und Bergerac. Neben anderen Reisezielen eignet sich die Dordogne deshalb sehr für einen romantischen Roadtrip mit dem Wohnmobil. Was die Dordogne zu einem echten Highlight macht, ist nicht nur die malerische Landschaft. In der Region liegen einige bedeutsame archäologische Stätten, wie die Höhlen von Lascaux oder Combarelles.

2. Ardèche

Als Teil des Zentralmassivs ist die natürliche Schönheit des Departements beeindruckend. Vom Rhonetal steigen die Gipfel bis auf über 1.700 Meter an. Größte Stadt der Region ist Annonay mit mehr als 16.000 Einwohnern. Aufgrund der geografischen Besonderheiten ist die Region besonders für Naturliebhaber interessant und hat mit dem Naturpark Monts d’Ardèche ein echtes Highlight zu bieten.

3. Hérault

Über 87 Kilometer erstreckt sich die Mittelmeer-Küste am Departement Hérault, dessen nördliche Grenze das Zentralmassiv bildet. Bis 1790 gehörte die Region zum Languedoc. Mit Montpellier und Béziers gehören zwei überregional bekannte Städte zu den Kommunen des Hérault. Neben vielen historischen Gebäuden ist der Regionalpark Haut-Languedoc eine Sehenswürdigkeit, die sich niemand bei einer Autoreise durch das Departement Hérault entgehen lassen sollte.

Nachhaltige Unterkünfte wählen

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Es bringt nichts, mit dem E-Car Frankreich entdecken zu wollen – nur um im Hotel die Dusche stundenlang laufen zu lassen. Und auch bei der Auswahl des Hotels/Campingplatzes darf der Nachhaltigkeitsgedanke ruhig eine Rolle spielen. In den zurückliegenden Jahren hat die Hotelbranche der Grande Nation zunehmend umgedacht – und orientiert sich inzwischen zunehmend auch an den Bedürfnissen von Reisenden, die umweltfreundlich übernachten wollen.

Dabei richtet sich das Angebot nicht ausschließlich an Zielgruppen, die sich 4-Sterne-Übernachtungen leisten können. Seit Jahren entstehen auch im Bereich Camping und Caravaning entsprechende Angebote. Dabei wird auf einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser geachtet, aber auch die nachhaltige Stromerzeugung – etwa durch Fotovoltaik.

Fazit: Nachhaltigkeit wird beim Verreisen wichtiger

In den zurückliegenden Jahren hat sich die Klimaschutzdebatte vor allem auf den Alltag fokussiert – etwa wieviel Strom ein Haushalt täglich verbraucht oder wo Energie beim Heizen verschwendet wird. Inzwischen achten Familien auch beim Verreisen auf Umweltfreundlichkeit – auch, wenn es nach Frankreich geht. Beliebt sind inzwischen nicht nur Paddeltouren auf der Loire. Mit dem Wohnmobil lassen sich Regionen wie die Dordogne mit besonders hohem Mobilitätsfaktor entdecken. Und Caravaning gilt Studien zufolge als besonders nachhaltig, wenn es ums Verreisen geht.

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