Monte Carlo – eine Reise an die französische Mittelmeerküste

Besonders Prominenten und Rennsportfans ist Monte Carlo ein Begriff. Hier, im Fürstentum Monaco, liegt der bekannteste der insgesamt 9 Stadtteile an der französischen Mittelmeerküste. Für die Reichen und Schönen mit ihren Yachten ist Monte Carlo vor allem ein Steuerparadies, doch was kann die Stadt abgesehen davon auch den weniger betuchten Urlaubern bieten?
Monte Carlo
Blick auf den Hafen von Monaco ( © Andrei Nekrassov - Fotolia.com )

Attraktive Lage und Klima für Wassersportler

Irrtümlicherweise wird oft angenommen, dass es sich bei Monte-Carlo um die Hauptstadt von Monaco handelt, doch das Verwaltungszentrum und der Fürstenpalast liegen im Stadtteil Monaco-Ville, etwas weiter südlich.

Mit der perfekten Lage direkt am Meer, können nicht nur Bootsbesitzer das warme Wetter ausnutzen. Die Jahrestemperatur fällt normalerweise auch im Winter nicht unter den Gefrierpunkt. In den Sommermonaten von Juni bis September liegen die Temperaturen zwischen 21 und 28 Grad und sogar das Wasser hat angenehme 20 bis 23 Grad.

Daher bietet sich der Monte-Carlo Beach hervorragend für verschiedene Wassersportarten wie Wasserski, Wakeboard, Windsurfen, Parasailing oder geführte Segeltouren sowie Tauchgänge an. Bei den Bootstouren lassen sich sogar Delfine und Wale beobachten.

Beliebte Sportarten im „Trockenen“

Auch wer dem Wassersport nichts abgewinnen kann, findet in Monte Carlo eine Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. Bei gutem Wetter bieten sich Tennis oder Golf an, wobei die hoch gelegenen Anlagen einen wunderbaren Panoramablick ermöglichen. Auch Bowling, Joggen und Wandern sind sehr beliebt. Nur zwei Stunden entfernt, wo das Klima etwas kühler wird, fühlen sich selbst Wintersportler wohl. Nicht zuletzt natürlich auch das traditionsreiche Formel 1-Rennen.

Helikopter-Rundflug als Übersicht über die historischen Sehenswürdigkeiten

Die eindrucksvolle Aussicht beziehungsweise der optimale Überblick über die historischen Gebäude und botanischen Gärten, die man auch zu Fuß erkunden sollte, bietet ein kurzer Helikopter-Rundflug über die Stadt. Besonders eindrucksvoll lässt sich aus der Luft die Grand Prix Strecke bewundern, die sich nur von oben gut erkennen lässt.

Daneben werden aber auch der Fürstenpalast, der berühmte Felsen von Monaco, die Kathedrale Notre-Dame-Immaculée, die Oper oder das berühmte Casino überflogen, beziehungsweise sind sie – je nach Flugroute - auf jeden Fall hervorragend sichtbar.

Monte Carlo als lebendige Filmkulisse

Filmfreunde werden manche Orte erkennen, die als Kulisse in beliebten Filmklassikern verewigt wurden. Beispielsweise dient die prunkvolle Außenansicht des Casinos als Hintergrund für die James-Bond-Filme „Sag niemals nie“ und „Golden Eye“.

Damit ist dieser Teil von Monte Carlo nicht nur eins der beliebtesten Ziele für Casino-Besucher. Auch Touristen, die diese nicht betreten möchten, sollten die eindrucksvolle und auch historische Kulisse mit den vielen Blumen, Brunnen und den teuren Autos rund um den Casino Square genießen.

Eine zweite Stelle ist nicht nur aus einem Film bekannt, sondern auch angesichts des tragischen Unfalltodes von Fürstin Grace Patricia Kelly. Die berühmte Schauspielerin und spätere Frau von Fürst Rainier III von Monaco spielte in elf Filmen mit.

Am 13. September 1982 kam die Fürstin auf der Route de La Turbie, am Ortseingang von Cap D’Ail, auf der Heimfahrt von der Straße ab. Sie hatte ihre Tochter Stéphanie dabei, die den Unfall im Gegensatz zur Fürstin überlebte. Die Haarnadelkurve, aus der die beiden Frauen 40 Meter tief abgestürzt sind, war auch die Strecke, die Grace Kelly bei einer Verfolgungsjagd im Hitchcock-Klassiker „Über den Dächern von Nizza“ fuhr.

Bei der Anfahrt in das Fürstentum kommt man ebenfalls an dieser Stelle vorbei.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten

Monaco bietet den kulturell interessierten Touristen selbstverständlich auch ein Theater, die berühmte Oper und Kinovergnügen. Dazu kommt eine Vielzahl von Museen, die sogar für Kinder interessant sind sowie botanische Gärten und spektakuläre Aussichtspunkte.

Casino Monaco
Das berühmte Casino in Monte Carlo ( Hans Braxmeier / Pixabay )

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Monte Carlo

Die Gegend um das Casino – der Place du Casino

Die bekannte Filmkulisse ist tagsüber ein bekannter Touristenmagnet, der zum Spazierengehen und Entspannen einlädt. Direkt gegenüber befinden sich nämlich die „Jardins de la Petite Afrique“, einer der beliebten botanischen Gärten.

Dazu findet sich an diesem Ort, direkt neben dem Casino, das Luxushotel „Hotel de Paris“, das 1963 gebaut wurde und in dem schon Winston Churchill gewohnt hat. Auch das Café de Paris aus dem Jahr 1868 ist ein historisches Gebäude und liegt ebenfalls neben der Spielbank. Es ist sehr elegant, aber leider auch entsprechend teuer.

Die Oper von Monaco liegt ebenso zentral an diesem Luxusort. Es wurde bereits 1878 als Erweiterung des Casinos erstellt.

Die Formel Eins-Rennstrecke in der Nähe des Fairmont Hotels

Was sich am besten aus der Luft betrachten lässt, kann aber auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder einem Mietwagen erkundet werden. Die Rennstrecke ist auf einer Karte eingezeichnet, die man sich bei der Touristeninformation holen kann. Wer nicht die komplette Strecke abgehen will, kann sich einen Teil davon anschauen, der sich beim Fairmont Hotel befindet. Hier führt ein Teilstück durch einen Tunnel unter dem Hotel hindurch. Vor dem Hotel befindet sich zudem eine enge Kurve dieser Strecke.

Ein Stückchen über Monte Carlo hinaus

Wer in Monte Carlo seinen Urlaub verbringt, sollte sich definitiv nicht nur die Sehenswürdigkeiten dieses Stadtteils anschauen, sondern ein wenig über den Tellerrand hinausschauen.

Im Stadtteil La Codamine gibt es neben vielen malerischen Straßen beispielsweise den Yachthaften Port Hercule de Monaco zu bewundern. Er ist der zentrale Hafen, an dem rund 700 Boote vor Anker liegen. Hier gibt es viele sehr schöne und sehr teure Yachten zu sehen und auch den ein oder anderen Blick auf einen Promi zu erhaschen.

Dort befindet sich auch das Stade Nautique Rainier III, in dem man vom Frühjahr bis in den Herbst schwimmen kann. Wer nicht schwimmen, sondern nur schauen und gesehen werden will, der kann auf der Rue Princesse Caroline entlangspazieren oder sich in eines der vielen Cafés setzen und sich für einen Aufstieg zum berühmten Fürstenfelsen stärken.

In der Altstadt Monaco-Ville, die auf dem Fürstenfelsen liegt, befindet sich der Fürstenpalast (Palais Princier de Monaco) der Familie Grimaldi. Hier haust derzeit Prinz Albert II. und der Fürstenpalast ist absolut sehenswert. Nicht nur architektonisch stechen die alten Türme der ursprünglichen Festung hervor, für Touristen sind auch die Beobachtung der Wachablösung und die im Sommer möglichen Besichtigung einiger Palastteile ein besonderer Anziehungspunkt.

Hier befindet sich auch die bereits erwähnte Kathedrale Notre-Dame-Immaculée, in der sich die Gräber der Grimaldis befinden und wo auch Grace Kelly zur letzten Ruhe gebettet wurde.

Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen attraktiv ist das Ozeanographische Museum, das ganzjährig geöffnet ist und über 6.000 Exponate zeigt.

Monaco
Abendstimmung in Monaco ( © grutfrut - Fotolia.com )

Weitere Tipps darüber hinaus

Wer viel Zeit mitbringt, kann sich noch die verschiedenen Gärten, besonders die Japanischen Gärten anschauen, die wunderschön gestaltet sind. Der Ort wird auch „Prinzessin Grace Garten“ genannt und der Eintritt ist kostenlos. Fürst Rainier III. hat diesen Garten 1994 ganz im japanischen Stil erbauen lassen, samt Zen-Garten, Brücken, Teehaus und Koi-Karpfen-Teich. Auch der Jardin Exotique ist ein wunderschöner Garten mit Pflanzen aus Mittelamerika. Direkt daneben befindet sich das Nouveau Musée National de Monaco, sodass der Besuch des Gartens hervorragend mit dem Besuch des Museums kombiniert werden kann.

Autoliebhaber sollten sich die Privatsammlung der Autos des Fürsten anschauen. Die Sammlung historischer Autos wurde von Prinz Rainier III in den 1950er Jahren gestartet und ist seit 1993 öffentlich zugänglich. Die Sammlung ist das ganze Jahr über geöffnet.

Dazu kommen eine Vielzahl von Schlössern und Schlossruinen, die unterschiedlich weit vom Zentrum entfernt sind. Beispielsweise das Chateau de Roquebrune (Cap-Martin), das nur zu Fuß erreicht werden kann. Daher gibt es hier auch relativ wenige Besucher und man kann in aller Ruhe die wunderschöne Aussicht genießen.

Weiter entfernt vom Zentrum finden sich noch das Château de Nice, Château de Lucéram, Castello d’Appio, Castello di Dolceacqua. Ob man überhaupt alle anschauen möchte, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Zeit, die zur Verfügung steht.

Fazit: Sicher ist, dass das attraktive Fürstentum ganzjährig sowohl als Urlaubsort als auch als Zwischenstopp auf einer Reise durch Frankreich für jeden Besucher etwas zu bieten hat.

Anzeige