Paris St. Germain – zurück zu alter Größe?

Für etliche Jahre war Paris St. Germain eine Fußballmacht in Frankreich und auch international wohlbekannt. Dann jedoch begann die Zeit des Niedergangs und es wurde ruhiger um den Club. In den letzten Jahren mischt der Verein jedoch wieder relativ weit oben mit. Die Spielerverpflichtungen sind mehr als nur namhaft, die Spitzenposition in der Liga ist auch gesetzt. Einzig international will es nicht klappen. Aber wieso musste PSG erst durch die Tiefen gehen und wie gelang der erneute Aufstieg?

Paris St. Germain
PSG ist langsam aber sicher dabei, wieder zu einer internationalen Fußballmacht aufzusteigen ( Bruno - Na Proa da Vida / Shutterstock.com )

Gründe für den einstigen Niedergang

Paris St. Germain war einst erfolgreich, hatte dann aber bald genau das Problem, welches viele Spitzenvereine trifft: Schulden. Zudem kam eine Fanszene, die Sponsoren vertreibt denn anzieht und viele weitere Probleme. Ein Überblick:

  • Schulden: um im großen Fußballzirkus mithalten zu können, ist Geld gefragt. Vor 2010 war der Verein kurz vor dem Ende. Die Wende kam aus Qatar und brachte Geld, jedoch auch einen völlig neuen Club.
  • Fans: die Ultras von Paris galten als radikal, allerdings prügelten sie sich lieber untereinander, als mit den gegnerischen Fans für Stimmung zu sorgen. Kam es mit denen zu einer Auseinandersetzung, bleibt kein Stein auf dem anderen.
  • Rassismus: auch dieser ging massiv von der Fanszene aus.

Zu all dem kam natürlich auch die sportliche Talfahrt. Wer im Fußballgeschäft nicht oben mitmischt, der bekommt kein Geld, kann also auch nicht so einkaufen, dass auf dem internationalen Parkett bestanden werden kann. Wobei bei dem Verein hier deutlich gesagt werden muss, dass der Niedergang auch daher rührte, kein Team auf die Beine stellen zu können. Mit Namen wie Ronaldinho, Nicolas Anelka und anderen sollte ein relativer Erfolg machbar sein. Der absolute Tiefpunkt war mit der Saison 2007/2008 erreicht. PSG entging nur knapp dem Abstieg.

Wie ist PSG zurückgekommen?

Sicherlich wurde auch sportlich viel getan, doch das Comeback des Vereins ist tatsächlich überwiegend auf Geld gebaut. Mit der neuen Klubführung aus Qatar kamen nicht allein Millionen, nein, es kamen Milliarden. Mit anfangs 130 Millionen Euro wurde sich eingekauft, hinzu kamen unglaubliche Summen für Spieler. Schon 2017 galt eine Gesamtinvestitionssumme in Spieler von 941,15 Millionen Euro, diese Summe hat sich längst deutlich erhöht. Damit kommen jedoch auch Probleme:

  • Financial Fair Play: PSG wird aktuell wieder einmal genauer überwacht. Da die Transferausgaben die Einnahmen überstiegen, waren gar Transfersperren im Spiel. Da ist es nicht verwunderlich, dass PSG den einstigen Rekord-Ablösespieler Neymar liebend gerne verkaufen wollten.
  • Szene: seit der Übernahme durch Qatar ist der Verein nicht mehr der, der einst in der französischen Liga spielte. Die gesamte Szene veränderte sich, wo einst Fans zuschauten, verweilt nun ein Eventpublikum. Es ist schick, ein Spiel der PSG zu besuchen. Statt Fans, die automatisch für Stimmung sorgten, stehen nun professionelle Einheizer, damit genügend geklatscht wird.

Trotz allem kam der Club zurück. Die Champions League wird sicher bespielt, in der Meisterschaft gibt es Titel und auch einen Rekord stellte das Team auf: 25 Tore in der Gruppenphase der Champions League. Dennoch läuft nicht alles nach Plan, denn was in Frankreich fußballerisch funktioniert, trifft im internationalen Geschäft auf würdige – und finanzkräftige – Gegner.

Hinweis: National betrachtet können PSG-Fans aktuell relativ beruhigt auf ihren Lieblingsclub wetten, da es nur wenige Clubs gibt, die ihnen die Meisterschaft streitig machen könnten. International sieht es mit den Wetten und den Quoten schon anders aus, denn hier gibt es starke Konkurrenz. Vor einer Wette gilt jedoch generell, die einzelnen Anbieter genau zu checken. Der Online Wettanbieter Vergleich auf www.betrug.co ist dabei eine große Hilfe.

Wie stehen die Chancen in dieser Saison?

Wer nach den Sternen greifen will, der kann sich nicht mit Staubkörnern zufriedengeben. Nicht nur wurden in der vergangenen Saison gleich zwei Titel in Frankreich nicht geholt, der Ligapokal und der französische Pokal, auch international kam das Aus in der Champions League. Und diese Saison? Ein Überblick:

  • Liga: ein Titel ist relativ wahrscheinlich. Es darf zudem davon ausgegangen werden, dass die Meisterschaft in den Vereinsstatuten als Pflichtsieg aufgenommen wurde, sodass eine dürftige Ligasaison allgemein problematisch sein könnte.
  • Nationale Pokale: hier gilt, was für alle nationalen Pokale gilt: Es gelten andere Regeln und trotz der eigentlichen Übermacht kann es gut sein, dass PSG auch hier wieder frühzeitig ausscheidet.
  • Champions League: PSG samt Führung wollen sich endlich die europäische Krone aufsetzen. Das geht allein mit dem Titelgewinn in der Champions League.

Doch gerade um die Krone des Fußballs spielt nicht PSG allein. Auf internationaler Ebene mögen die Pariser zwar mit diejenigen sein, die relativ sorglos die Portokasse öffnen können, doch halten andere Clubs finanziell relativ gut mit:

  • Real Madrid: selbst ohne finanzstarken Investor würde Real gut dastehen, da sie aufgrund ihrer unzähligen Titel trotz hoher Verschuldung ein gutes Polster aufbauen konnten.
  • Barcelona: der Club mag nicht in Geld schwimmen, doch ist stets genügend da, um sich Weltklassespieler zu holen. Zuletzt gab es Gespräche mit Neymar.
  • Großbritannien: die Vereine mit starkem finanziellen Hintergrund aufzuzählen, würde länger dauern, als die wenigen ohne Großinvestor. Doch Manchester City, Chelsea London, selbst Liverpool, Tottenham und Manchester United können dagegenhalten.

Auf der anderen Seite besteht bei Vereinen wie Paris St. Germain jedoch immer die Gefahr, dass ein Ausbleiben des Erfolgs zum Rückzug eines Investors führen kann. Da PSG überwiegend aus Qatar geführt wird, könnte ein Rückzug enorme Probleme bis hin zur völligen Überschuldung mit sich bringen. Erfolg auf breiter Ebene ist somit das ausdrückliche Ziel, welches nicht allein dem Sportgedanken, sondern auch der Forderungen aus der obersten Etage geschuldet ist.

Fußball Paris
Kann PSG dieses Jahr international einen Titel holen? ( Poh Smith / Shutterstock.com )

Fazit – ein interessantes Projekt

Paris ist ein perfektes Beispiel dafür, wie ausgiebig ein Fußballverein gewandelt werden kann, wenn nur ausreichend Geld im Spiel ist. Gleichzeitig bietet die PSG den wunderbaren Beweis dafür, dass Geld zwar Tore schießen mag, doch der Erfolg nicht allein vom Geld abhängt. Gerade im internationalen Fußball herrscht mittlerweile eine solche Investorendichte, die es unmöglich macht, allein von den Vereinskassen hinaus die Titelchancen zu prognostizieren.

Ein Beispiel, wie es laufen kann, stellt der Manchster City da. Auch dieser Verein hat einen enormen Investor, letztendlich gelang jedoch bis heute nur eine magere Halbfinalteilnahme in der Champions League. Paris darf sich somit nicht auf dem Geld ausruhen, sondern muss nun liefern. Ein Rückzug der quatarischen Führung könnte sonst das Ende bedeuten.

Verfasst am Freitag, 11. Oktober 2019
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